The Deer Hunter

Originaltitel:
The Deer Hunter
Weitere Titel:
(Die durch die Hölle gehen)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
183 min. , Farbe
Uraufführung:
15 December 1978
Literarische Vorlage:
Schnitt:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Clairton in Pennsylvania: die drei Freunde Mike, Nick und Stan feiern die Hochzeit ihres Kumpels Steve. Da sie alle eingezogen wurden und bald nach Vietnam kommen werden, ist die Hochzeit zugleich ihre Abschiedsparty. Am nächsten Tag treffen sie sich noch ein Mal, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen, bevor sie nach Vietnam aufbrechen.
Mike betrachtet die Jagd als einen Wettbewerb und hält Stan Vorträge über die Wichtigkeit eines glatten Abschusses. Nicks Einwand auch die Schönheit der Natur zu beachten, schiebt er beiseite. Am Ende erlegt Mike tatsächlich ein Reh mit einem einzigen Schuss.
In Vietnam geraten die Männer bald in die Gefangeschaft der Vietcong, die Mike und Nick zwingen zu ihrer Unterhaltung Russisches Roulette gegeneinander zu spielen. Dabei richtet Mike die Pistole plötzlich auf die Soldaten. Im anschließenden Tumult gelingt ihnen Flucht bis nach Saigon. Sie verbringen einige Zeit im Krankenhaus, doch die Episode ist ständig in ihren Köpfen. Nick verschwindet bald darauf, ohne sich abzumelden und spielt in den Bars von Saigon weiter gegen hohe Einsätze Russisches Roulette. Währenddessen verliert Steve im Gefecht beide Beine.
Mike, durch den Krieg völlig verändert, kehrt nach Hause zurück. Die Jagd stößt ihn nur noch ab. Bei Nicks früherer Freundin Linda findet er Trost. Angewidert von den Spielchen der anderen Männer, beschließt er nach Vietnam zurückzugehen, um Steve wieder nach Hause zu bringen. Als er in Saigon eintrifft, begegnet er auch Nick wieder, der sich bei einem Russischen Roulette vor seinen Augen erschießt.
Mit anderen Freunden besucht Michael Nicks Beerdigung daheim in Pennsylvania. Unfähig etwas zu sagen, beginnen sie bei der anschließenden Feier gemeinsam „God Bless America“ zu singen.
Literatur:
F. Burke. "Reading Michael Cimino’s The Deer Hunter. Interpretation as melting pot". In: Literature/Film Quarterly 20 (1992), 3, 249-259.

Robert E. Bourdette Jr. "Rereading `The Deer Hunter´". In: Owen W. Gilman Jr./ Lorrie Smith. Critical Essays on Literature and Film of the Vietnam War. New York: Garland, 1990, 165-188.

John Hellman. "Vietnam and the Hollywood Genre Film. Inversions of American Mythology in `The Deer Hunter´and `Apocalypse Now´". In: Michael A. Anderegg (Ed.). Inventing Vietnam. The War in Film and Television. Philadelphia: Temple Univ. Press, 1991, 56-80.

Eben J. Muse. „Romance, Power, and the Vietnam War: Romantic Triangles in Three Vietnam War Films“. In: Durham University Journal 86 (1994), 2, 307-313.

Leonard Quart. "`The Deer Hunter´. The Supermann in Vietnam. In: Linda Dittmar/ Gene Michaud (Eds.). From Hanoi to Hollywood. The Vietnam War in American Film. New Brunswick: Rutgers Univ. Press, 1990, 159-168.
Bemerkungen:
Viele Kritiker beanstandeten die Darstellung der Vietcong als rassistisch. In dieser Hinsicht kehre der Film zu den Methoden der Hollywoodfilme des Zweiten Weltkriegs zurück.
Ein weitere Punkt der kontrovers diskutiert wurde, waren die Russisches-Roulette-Szenen. Während die einen sie als nicht wegzudenkende Metapher für den Krieg und die plötzliche und willkürliche Gewalt betrachteten, verurteilten andere Kritiker diese Szenen als komplett fiktiv.
Die Kontroverse hat dem Film nicht geschadet. Er gewann 1978 den Preis der New Yorker Filmkritik und fünf "Oscars" in den Kategorien bester Film, bester Schnitt, bester Ton, beste Regie und bester Nebendarsteller.
Erhältlich:
VHS NTSC, DVD, CD