The Great Dictator

Originaltitel:
The Great Dictator
Weitere Titel:
(Der große Diktator), The Dictator
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
126 min. , schwarz / weiss
Uraufführung:
15 October 1940
Literarische Vorlage:
Produzent:
Schnitt:
Zusammenfassung:
Während der letzten Tage des Ersten Weltkriegs rettet ein unbeholfener Soldat, dem Militärpiloten Schultz das Leben. Leider endet ihre Flucht vor den heranrückenden Feinden in einem schweren Unfall, bei dem der Soldat sein Gedächtnis verliert. Nach einigen Jahren im Hospital wird der Amnesie-Patient entlassen und macht seinen alten Friseursalon im jüdischen Ghetto wieder auf. Doch die Zeiten in seiner Heimat Tomania haben sich geändert: Diktator Adenoid Hynkel, der dem Friseur zufälligerweise sehr ähnlich sieht, hält das Land fest im Griff und lässt die Juden massiv unterdrücken. Eines Tages gerät der Friseur in Schwierigkeiten und muss sich vor dem kommandierenden Offizier verantworten. Zu seiner Überraschung ist es Schultz, sein alter Kamerad. Von diesem Moment an geniesst das Ghetto besonderen Schutz. In der Zwischenzeit entwickelt Diktator Hynkel grosse Pläne, er will die Welt beherrschen und sucht nach einem Sündenbock für die Öffentlickeit. Bald wird Schultz eingesperrt, weil er zu judenfreundlich sei, und alle Juden, denen es nicht mehr gelingt zu fliehen, werden in Konzentrationslager gebracht. Hynkel hat vor, in das benachbarte Osterlich einzumarschieren, um damit Napaloni, dem Diktator von Bakteria, zuvorzukommen, der bereits seine Truppen entlang der Grenze zu dem kleinen Land aufgestellt hat. Derweil gelingt es Schultz und dem Friseur zu fliehen, getarnt in Soldatenuniformen. Doch die beiden werden von tomanischen Truppen aufgegriffen, die den Friseur fälschlicherweise für Hynkel halten. So erhält der kleine Friseur die einmalige Gelegenheit über den Sender zu den Menschen von Osterlich und Tomania zu sprechen, die schon gespannt vor dem Radio sitzen.
Literatur:
Joachim Schmitt-Sasse (Ed.). Widergänger. Faschismus und Antifaschismus im Film. Münster: MAkS Publikationen, 1993.

Charles Chaplin: Schlußrede aus dem Film "Der große Diktator" 1940. Mit einem Essay von Jost Hermand. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 1993.
Bemerkungen:
Chaplins erster kompletter Tonfilm und der letzte, in dem er seine berühmteste Rolle spielte, den Tramp. Es war sein finanziell erfolgreichster Film.
Wohl wegen des grossen deutschstämmigen Bevölkerungsanteil wurde dem Film in Chicago zunächst keine Aufführungserlaubnis erteilt.
Er gewann 1940 bei den New York Film Critics Circle Awards den Preis für den besten Schauspieler, Chaplin verweigerte jedoch die Annahme. War 1941 auch in fünf Kategorien für den "Oscar" nominiert.

Eine restaurierte Fassung des Klassikers erschien 2004. Mehr Informationen unter: http://www.der-grosse-diktator.de/start.html
Erhältlich:
VHS, DVD