Regisseur Grabe porträtiert den Landshuter Kinderarzt Alfred Jahn, der seit seinen Urlaub in Ruanda verbringt, wo er unentgeltlich Kinder operiert.
Die langen, ruhigen Kameraeinstellungen zeigen Dr. Jahn im kargen Operationssaal des Zentralkrankenhauses von Kigali, der Hauptstadt Ruandas, am Operationstisch stehen, auf dem Kinder liegen und warten - auf die Narkose, auf die Operation, mit Angst in den Augen, die aber bald der Neugier weicht, der Entspannung und dann sogar einem Ausdruck von Vertrauen.
1996 fiel Jahn eine Anzeige ins Auge: Ruanda, dieses vom Bürgerkrieg und Völkermord des Jahres 1994 gezeichnete kleine zentralafrikanische Land, brauchte dringend Chirurgen. 1997 begann Alfred Jahn mehrmals im Jahr in seinem Urlaub und weitgehend auf eigene Kosten nach Ruanda zu reisen, um hier, wo es keinen Kinderchirurgen gibt, unentgeltlich zu operieren. Ungewöhnlich für Afrika: Jahn arbeitet weder im Rahmen und Auftrag einer Organisation, noch steht ihm ein mitgebrachtes Team zur Seite. Er muss seiner Fähigkeit vertrauen, das einheimische Personal zu motivieren und Mängel der technischen Ausstattung durch Erfahrung auszugleichen, die er im In- und Ausland über Jahrzehnte erworben hat.