Dzhamiliya

Originaltitel:
Dzhamiliya
Weitere Titel:
Sehnsucht nach Dschamila, Dshamila, Dzhamilia, Jamila, Dshamilja, Zhamiila
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
76 min. , schwarz / weiss
Uraufführung:
USA: 6 July 1972
Literarische Vorlage:
Chingiz Aitmatov. Dzhamilia. Povesti i rasskazy.
Frunze, Kirgizskoe gos. izd-vo, 1961. 314 p.

Genghis Aitmatov. Jamila. Translated from the Russian by Fainna Solasko; edited by Olga Shartse. Moscow: Foreign Languages Pub. House, [1964?]. 86 p.

Dshingis Ajtmatov. Dshamilja. Frankfurt a.M.: Insel Verlag, 1962. 65 S.
Buch:
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Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Seit, ein junger Maler, erinnert sich der schicksalhaften Liebe seiner Schwägerin Djamila, die er als kleiner Junge mit den Augen verfolgte und die ihn tief bewegte. 1941 war Seit als einziger „Mann“ seiner Familie in ihrem kirgisischen Dorf zurückgeblieben. Frauen, Greise und Kinder hatten die Arbeit der Männer übernommen, die an der Front kämpften. Als Familienoberhaupt sollte er auf seine Schwägerin Djamila acht geben. Sein Bruder Sadyk hatte Djamila kurz vor seiner Einberufung geheiratet. Obwohl Djamila von dieser Heirat überrumpelt wurde, fügte sie sich der jahrhundertealten Tradition, den Mann zu nehmen, der ihr zugedacht ist. Doch sie fühlt sich vernachlässigt, weil Sadyk immer nur einen kurzen Gruß am Schluss seiner Briefe für sie übrig hat. Dann begegnet sie dem verwundeten Heimkehrer Danijar. Zunächst hat sie nur Spott für ihn übrig, doch allmählich wächst in ihr ein übermächtiges Gefühl der Liebe. Doch ihr Gefühl und ihr Glück bringen sie in einen schweren Konflikt: Ist es nicht Verrat an ihrem Mann, der an der Front kämpft, Verrat an den Traditionen und ihrer eigenen Ehre?
Literatur:
Bemerkungen:
„Dshamila“ war Tschingis Aitmatows Abschlussarbeit am Moskauer Gorki-Literaturinstitut, an dem er einen zweijährigen Lehrgang für junge Autoren besuchte. 1958 erstmals als Vorabdruck erschienen, brachte sie dem jungen Kirgisen sogleich internationale Anerkennung. In der Sowjetunion wurde Aitmatow zu einem der beliebtesten Autoren. Zehn Jahre später verfilmte „Mosfilm“ die „schönste Liebesgeschichte der Welt“, so Louis Aragon. Irina Poplawskajas Film fasziniert in seiner poetischen Darstellung. Feinfühlig und behutsam schildert er, wie sich seine Heldin vom Zwang der Konventionen befreit und sich zu ihrer Liebe bekennt. Wie seine Erzählung „Aug um Auge“, die er zur selben Zeit veröffentlicht, ist auch „Dshamila“ bei Erscheinen aus politischen Gründen heftig umstritten: „Aug in Auge“ wegen der Auseinandersetzung mit der Figur eines Deserteurs, Dshamila wegen der verständnisvollen Zeichnung einer Frau, die mit bestehenden Tabus bricht.
Erhältlich: