Seit, ein junger Maler, erinnert sich der schicksalhaften Liebe seiner Schwägerin Djamila, die er als kleiner Junge mit den Augen verfolgte und die ihn tief bewegte. 1941 war Seit als einziger „Mann“ seiner Familie in ihrem kirgisischen Dorf zurückgeblieben. Frauen, Greise und Kinder hatten die Arbeit der Männer übernommen, die an der Front kämpften. Als Familienoberhaupt sollte er auf seine Schwägerin Djamila acht geben. Sein Bruder Sadyk hatte Djamila kurz vor seiner Einberufung geheiratet. Obwohl Djamila von dieser Heirat überrumpelt wurde, fügte sie sich der jahrhundertealten Tradition, den Mann zu nehmen, der ihr zugedacht ist. Doch sie fühlt sich vernachlässigt, weil Sadyk immer nur einen kurzen Gruß am Schluss seiner Briefe für sie übrig hat. Dann begegnet sie dem verwundeten Heimkehrer Danijar. Zunächst hat sie nur Spott für ihn übrig, doch allmählich wächst in ihr ein übermächtiges Gefühl der Liebe. Doch ihr Gefühl und ihr Glück bringen sie in einen schweren Konflikt: Ist es nicht Verrat an ihrem Mann, der an der Front kämpft, Verrat an den Traditionen und ihrer eigenen Ehre?