September 1941 - in der Ukraine. Die Rote Armee kann den Vormarsch der deutschen Wehrmacht nicht stoppen und gibt Kiew auf. In Zeiten wie diesen ändern sich die Menschen. Jüdische Nachbarn und Freunde werden plötzlich als Feinde betrachtet. So ergeht es auch den Lerners, die Frau Onufrienko unmissverständlich zum Wegziehen auffordert. Sie hat ein Auge auf das Haus der Juden geworfen. Wenig später übernimmt der deutsche Oberst Blobel die Verwaltung der Stadt und bereitet die Deportation aller Juden vor. Es kommt zu Hysterie, Antisemitismus und Denunziation. Aber auch zu Menschlichkeit und Nächstenliebe.
Die Lerners wollen die Zeichen der Zeit zunächst nicht erkennen. Sie fühlen sich sicher und halten die Schilderungen von Gräueltaten an Glaubensbrüdern für Propaganda. Erst als die deutschen Truppen die Vorbereitungen zum Abtransport der Juden per Aufruf betreiben, werden viele vor vollendete Tatsachen gestellt. Mit Hilfe des Nachbarjungen verlassen die Lerners ihr Zuhause und flüchten Richtung Osten. Aber ihr Weg endet in Babij Jar, in der "Großmütterchen-Schlucht" nordwestlich von Kiew. Zusammen mit Zehntausenden ihrer Leidensgenossen sterben sie durch die Maschinengewehrkugeln des Sonderkommandos.
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