Mitte der 70er Jahre stürzt in der Altmark während einer Rede des Bürgermeisters Jadup annlässlich eines Kaufhallen-Richtfestes die Kate von Frau Martin ein. In den Trümmern findet der Trödelsammler Gwissen einen alten Friedrich-Engels-Band, in dem Jadup eine Widmung entdeckt, die er dort für das Mädchen Boel Martin hineingeschrieben hatte.
Boel war 1945 als Flüchtlingskind mit ihrer Mutter in die Stadt gekommen. Jadup und sie wurden Freunde und er brachte ihr Lesen und Schreiben bei. Boel hatte sich in ihn verliebt, schämte sich aber wegen vieler Warzen auf ihren Händen. Ein Arbeiter verspraach ihr diese zu besprechen und vergewaltigte das Mädchen in einer Scheune.
Als die Tat bekannt wurde, wollte Boel den Namen ihres Peinigers nicht nennen. Es wurde getuschelt und geklatscht, doch Jadup stand Boel nicht zur Seite. Diese verschwand darauf spurlos aus der Stadt.
Jetzt, viele Jahre nach diesem Vorfall, droht die Vergangenheit Jadup wieder einzuholen. Er fühlt sich schuldig an Boels Verschwinden, muss seine Feigheit eingestehen und beginnt auch über sein derzeitiges Leben zu reflektieren. Der Widerspruch zwischen Parteipropaganda und Realität wird ihm bewusst, in den Schulen, in der Kaufhalle und auch beim dogmatischen Kreissekretär der SED.
Außerdem fallen Jadup Parallelen zum Leben seines Sohnes Max auf, in den ebenfalls ein Mädchen verliebt ist, das nicht ist wie alle anderen. Doch es scheint, dass Max nicht so feige ist wie sein Vater.