1898 dauert das Wetteifern zwischen Frankreich und England um die Eroberung Afrikas schon zwei Jahrzehnte lang an.
Zwei junge Hauptmänner - Voulet und Chanoine - befinden sich an der Spitze einer Gruppe weißafrikanischer Infanteristen und wollen Gebiete zwischen Niger und dem Tschad erobern.
Gleichzeitig erregt in Paris die Dreyfus-Affäre sowohl nationalistische Antisemiten und Republikaner gleichermaßen. Das Zusammentreffen von Franzosen und Briten in afrikanischen Regionen verhindert die Ausdehnung Französisch-Äquatorialafrikas.
Der Aufgabenbereich der zwei Hauptmänner wird zunehmend begrenzt. Trotz ihres Gefühls von den Pariser Vorgesetzten im Stich gelassen worden zu sein, halten sie ihren Kurs bei. Ihre Truppen ziehen plündernd, alles niederbrennend und mordend durch Afrika. Ihr Beschluss ist ein "weißes Reich" inmitten des schwarzen Kontinents zu errichten.
Alarmiert durch die Massaker und Übergriffe wird endlich eine Kompanie abgeordnet um der Horde Einhalt zu gebieten. Doch der Fanatismus der Hauptmänner und ihrer Anhänger lässt sich nicht brechen.
Frei nach wahren Begebenheiten erzählen Serge Morati und Yves Laurent in ihrem Film eines der dunkelsten Kapitel französischer Kolonialgeschichte.
Im Film wird ein brisantes Thema aufgegriffen, das mit einem in Frankreich Anfang des vergangenen Jahres verabschiedeten aber umstrittenen Gesetz wieder hochaktuell geworden ist. Dem Gesetz zufolge soll die Geschichte der "französischen Präsenz auf anderen Kontinenten" in den französischen Schulen und Universitäten hauptsächlich in ihrer "positiven Rolle" dargestellt werden.
Der Film "Söldner der Hölle" lief auf dem Festival FIPA 2005 in Biarritz außerhalb des Wettbewerbs.