Veillées d'armes

Originaltitel:
Veillées d'armes
Weitere Titel:
Veillées d'armes - Histoire du journalisme en temps de guerre, The Troubles We've Seen - A History of Journalism in Wartime, (The Troubles We've Seen - Die Geschichte der Kriegsberichterstattung)
Originallänge:
224 min. , Farbe
Uraufführung:
CH: August 1994, Locarno Film Festival
Literarische Vorlage:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Regisseur Ophüls reist in die bosnische Hauptstadt Sarajevo, um anhand der Berichterstattung über den Jugoslawischen Bürgerkrieg grundsätzliche Fragen zur medialen Vermittlung kriegerischer Konflikte aufzuwerfen.
Sein filmischer Bericht kreist um die Zwiespältigkeit des Geschäfts mit den Nachrichten aus Kriegsgebieten: einerseits die Notwendigkeit über das Geschehen zu berichten, zu informieren, andererseits die richtige „Verpackung“ dieser Nachrichten in einer mediatisierten Gesellschaft, in der die Nachricht zum Produkt der Medienindustrie geworden ist, zum spektakulären Infotainment.
Unter wiederholtem Bezug auf die Geschichte der Berichterstattung, durch Rückbezüge auf den Spanischen Bürgerkrieg, den Zweiten Weltkrieg und den Vietnamkrieg stellt die Dokumentation die Frage: „Haben Katastrophenbilder die Macht, Kriege und Elend zu verhindern?“.
Literatur:
Bemerkungen:
Ophüls gelingt trotz der ernsten Thematik eine im Dokumentarfilm kaum gekannte Gratwanderung zwischen Moral und Unterhaltung. Er ist nie der distanzierte Beobachter, sondern verarbeitet das Gesehene und Gehörte stets auf subjektive Weise. Die Art, in der er sich selbst in den Film einbringt, treibt das Genre mitunter an seine Grenzen, sie ist ebenso Selbstinszenierung wie -befragung - aus der Einsicht heraus, dass ein Dokumentarist, der kritisch die Medien hinterfragt, auch sein eigenes Tun überprüfen muss. (KIM)
Erhältlich: