Regisseur Ophüls reist in die bosnische Hauptstadt Sarajevo, um anhand der Berichterstattung über den Jugoslawischen Bürgerkrieg grundsätzliche Fragen zur medialen Vermittlung kriegerischer Konflikte aufzuwerfen.
Sein filmischer Bericht kreist um die Zwiespältigkeit des Geschäfts mit den Nachrichten aus Kriegsgebieten: einerseits die Notwendigkeit über das Geschehen zu berichten, zu informieren, andererseits die richtige „Verpackung“ dieser Nachrichten in einer mediatisierten Gesellschaft, in der die Nachricht zum Produkt der Medienindustrie geworden ist, zum spektakulären Infotainment.
Unter wiederholtem Bezug auf die Geschichte der Berichterstattung, durch Rückbezüge auf den Spanischen Bürgerkrieg, den Zweiten Weltkrieg und den Vietnamkrieg stellt die Dokumentation die Frage: „Haben Katastrophenbilder die Macht, Kriege und Elend zu verhindern?“.