Der junge deutsche Kriegsgefangene Mark Niebuhr, ehemaliger Grenadier eines Infanteriebataillons, kommt mit einem Transport im Oktober 1945 auf dem Warschauer Güterbahnhof an. Eine Polin glaubt, in ihm einen SS-Mann wiederzuerkennen, der ihre Tochter bei einer Razzia in Lublin erschoss.
Niebuhr beobachtet, wie sie mit einem der Bewacher spricht und auf ihn deutet. Was sie sagt, versteht er nicht.
Er wird von der Gruppe isoliert, ohne zu erfahren warum, kommt in Einzelhaft, ist allein mit seiner Angst. Die Untersuchung führt ein ebenso junger polnischer Leutnant. Man befiehlt ihm, seinen Lebenslauf zu schreiben, aber der polnische Offizier, der ihn verhört, zerreißt das Blatt Papier und lässt den Häftling neu anfangen, immer wieder, wohl in der Hoffnung, er werde irgendwann aufhören zu behaupten, ein einfacher Grenadier namens Mark Niebuhr zu sein. Niemand verrät Mark Niebuhr, warum er monatelang festgehalten und immer wieder verhört wird. Ohnmächtig muss er sich den Anweisungen des Wachpersonals fügen und wird nach vier Monaten in eine Zelle mit politischen Häftlingen verlegt, die ihm hasserfüllt gegenübertreten. Beim Arbeitseinsatz in der Warschauer Trümmerlandschaft wird stets er eingeteilt, die höchsten gefährlichsten Mauern abtragen.
Er rettet ein Kind, bricht sich den Arm, kommt ins Krankenhaus und erfährt dort, dass die Untersuchung gegen ihn wegen Mordes läuft. Nach dem Krankenhausaufenthalt gerät er in eine Zelle mit einem deutschen Gefangenen. Hier herrschen die alte Hierarchie und der alte faschistische Geist, mit General Eisensteck und Major Lundenbroich an der Spitze. Der sich unschuldig fühlende Niebuhr wird von den wirklichen Verbrechern als einer der ihren aufgenommen. Er durchschaut sie langsam, isoliert sich, wehrt sich, begreift aber auch etwas von der Schuld, in die er mitverstrickt ist. Nach acht Monaten ist seine Unschuld an dem Mord erwiesen, die Frau hatte sich geirrt und Niebuhr wird entlassen.