Good Morning, Vietnam

Originaltitel:
Good Morning, Vietnam
Weitere Titel:
(Guten Morgen Vietnam)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
119 min. , Farbe
Uraufführung:
23 December 1987
Literarische Vorlage:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Radiomoderator Adrian Cornauer wird von Kreta nach Saigon in Vietnam verlegt, um als neuer Disk-Jockey das Programm des Soldatensenders aufzupeppen. Seine unorthodoxe Art und seine Vorliebe für Rock´n´Roll und Soul-Musik macht ihn bei der Truppe schnell berühmt und beliebt. Seine Vorgesetzten hingegen sind mit seinem wenig soldatischen Stil überhaupt nicht einverstanden. In seiner Freizeit versucht er, Land und Leute besser kennenzulernen, über die er täglich berichtet.
Schießlich verliebt er sich in eine Vienamesin, die er auf der Strasse angesprochen hat. Nur langsam gelingt es ihm, Kontakt zu dem scheuen Mädchen herzustellen. Um ihr nahe zu sein, beginnt er in einer vietnamesischen Schule Englischunterricht zu geben. Was Cronauer nicht ahnt: seine Freundin hat Kontakt zum Vietcong. Und so bricht der Krieg, der in seinem Radio-Programm fast nicht stattfindet, plötzlich in sein Leben ein.
Literatur:
Lawrence H. Suid. Guts & Glory. The making of the American military image in Film. Lexington: University of Kentucky Press, 2002, 536-39.
Bemerkungen:
Der Film spielt im Jahr 1965, dem Jahr in dem die USA ihre Truppenstärke in Vietnam um ein Vielfaches erhöhten und sich die „Polizeiaktion“ endgültig zu einem richtigen Krieg entwickelte. Diese Eskalation zu zeigen war ein zentrales Anliegen des Regisseurs Barry Levinson und seines Produzenten Larry Bresner.
Das amerikanische TIME Magazine nannte den Film, die „beste Militärkomöde seit M.A.S.H.“ - was vor allem Robin Williams Verdienst ist. Für die Studioszenen, in denen der von ihm gespielte Adrian Cronauer seine Sendungen moderiert, nutzte er das Drehbuch lediglich als Grundlage: „Sobald er an den Reglern sass, liessen wir die Kamera einfach laufen. Bei jedem Take fiel ihm etwas komplett Neues ein“, erinnerte sich Coproduzent Mark Johnson. Der echte Cronauer zeigte sich erstaunt:„Ob ich so witzig bin? Niemals! Er spricht nicht wie ich. Er klingt nicht wie ich. Ich würde so etwas nicht im Traum versuchen“.
Die Kritik vermisste einen deutlichern Bezug zur Realität Vietnams im Jahr 1965. Williams' Cronauer habe keine Augen und Ohren für die Situation um ihn herum, er sei völlig mit sich selbst beschäftigt, weshalb es der Film eben nicht schaffe, die Veränderungen deutlich zu machen.

Robin Williams gewann 1988 den American Comedy Award für den witzigsten Schauspieler.
Erhältlich:
VHS, DVD