Poslední motýl

Originaltitel:
Poslední motýl
Weitere Titel:
The Last Butterfly, Le Cri du Papillon, (Der letzte Schmetterling)
Originallänge:
110 min. , Farbe
Uraufführung:
F: 14 August 1991
Literarische Vorlage:
Michael Jacot. Les Enfants de Terezin. Paris: Flammarion, 1974.
Produzent:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Der Pantomime Antoine Moreau ist am Ende: er hat angefangen zu trinken, verdächtig ständig seine junge Freundin und tritt unter einer Clownsmaske nur noch in einem Nachtclub auf, der von deutschen Soldaten frequentiert wird. In einem seiner Sketche baut er eine kleine satirische Sequenz über den Hitlergruß ein und wird prompt verhaftet.
Da die Gestapo glaubt, er sei ein Jude, fällt das Verhör entsprechend hart aus, bis ein höherer SS-Offizier eine neue Taktik vorschlägt: Moreau soll in Theresienstadt auftreten. Deprimiert und verwirrt landet Moreau in der schäbigen Provinzstadt. Er trifft auf eine Menge verängstigter und schlecht ernährter Menschen, unter ihnen ein reicher und berühmter Jude, den Moreau noch aus der Kulturszene kennt.
Vom Strassenmädchen Stella und ihrer Lehrerin Vera erfährt Moreau vom Ghetto - das für jene jüdischen Häftlinge reserviert ist, die die Nazis für wert erachten noch nicht in die Vernichtungslager abtransportiert zu werden. Er beschließt, so viele Juden wie möglich für seine Aufführung anzufordern, um sie vor der Deportation zu bewahren. Bald erfährt er jedoch, dass seine Aufführung den Nazis dazu dienen soll, Abgesandte des Roten Kreuzes über Theresienstadt zu täuschen.
Lagerkommandant Gruber übernimmt die Auswahl der Schauspieler und versucht Moreau weiszumachen, dass er nur ein harmloser Bürokrat sei. Moreau versteht, dass es um Leben und Tod geht und schlägt eine Hänsel und Gretel-Aufführung vor, die dem Roten Kreuz im Gedächtnis bleiben soll. Das Stück selbst ist auffallend plakativ: das Knusperhäuschen entpuppt sich als Gefängnis, die Kinder treten in ihrer normalen Kleidung mit Judenstern auf, bevor die hinterhältige Hexe sie in die Flammen schickt. Steiner ist schlau genug der Aufführung zu applaudieren – und schickt Moreau und seine Mitspieler auf den nächsten Transport.
Literatur:
Bemerkungen:
Erhältlich:
VHS NTSC, CD