Diese Dokumentation berichtet über Hans Calmeyer, der ähnlich wie Oskar Schindler, Juden vor der Deportation in Vernichtungslager während des Zweiten Weltkrieges schützte. Ab 1940 prüft er in Den Haag im „Reichskommissariat für die besetzten niederländischen Gebiete“, ob Juden in das Judenregister aufgenommen werden müssen oder nicht. Er entscheidet die Fälle meistens zugunsten der Opfer und diese können gerettet werden. Bald heißen Juden, die durch ihn einen Freibrief erhalten haben „Calmeyer-Juden“ oder die „Gecalmeyerten“. Nach dem Krieg im Jahre 1963 bekennt Calmeyer sich im NDR öffentlich dazu, gewusst zu haben, dass die Juden in Konzentrationslager abtransportiert wurden und gerät unter scharfe Kritik. Doch durch seine Zivilcourage bescheinigt ihm das Forschungsinstitut Yad Vashem in Jerusalem ein "Gerechter unter den Völkern" zu sein und pflanzt ihm zu Ehren einen Baum in der "Allee der Gerechten". Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für Nicht-Juden. 1972 stirbt Hans Calmeyer, durch die Anschuldigungen verändert. Dieser Film berichtet über diesen engagierten Mann, dessen Verdienste leider noch so viel unbekannter sind, als die von Oskar Schindler.