Der Fotograf Sébastien begibt sich auf eine Reise, um zu sich selbst zu finden. Seiner Freundin Linda rät er, es ihm nach zu tun und sich ebenfalls auf eine spirituelle Reise zu begeben. Auf seine Anweisung hin begibt sie sich zu einem großen, abgeschiedenen Haus in Südfrankreich, in dem der Komponist Mikaël lebt und arbeitet. Sie soll einen dort von Sébastien abgestellten Koffer abholen. In dem Koffer entdeckt Linda eine Unmenge von Fotos. Aufnahmen von Kriegsschauplätzen, von Hungersnöten, von Menschen, die von Lepra gezeichnet sind - Bilder von den Leiden des 20. Jahrhunderts. Linda, so Sébastiens Wunsch, soll diese Fotos für eine Ausstellung ordnen. Von seiner Reise schickt ihr Sébastien „Kassetten-Briefe“ mit persönlichen Reflexionen über die Bilder des Schreckens. Nach dem ersten Schock über die Grausamkeit der Aufnahmen und die Anforderung der ihr gestellten Aufgabe macht sich Linda an die Arbeit. In Gesprächen mit Mikaël entwickelt sie ein Ordnungsprinzip für die geplante Ausstellung. Allmählich entsteht zwischen Linda und Mikaël eine tiefe, von Freundschaft und gegenseitigem Respekt geprägte Beziehung. Bis eines Tages eine weitere Kassette kommt, aber nicht von Sébastien. Ein Kollege von ihm hat sie besprochen. Sébastien selbst ist spurlos verschwunden.