Die Todeself

Originaltitel:
Die Todeself
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
45 min. , Farbe
Uraufführung:
9 March 2005, ARD
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Dieser Film erzählt die Geschichte eines dramatischen Fussballspiels auf Leben und Tod während des Zweiten Weltkrieges. Am 9. August 1942 trafen der "FC Start", die ukrainisches Betriebsmannschaft der Bäckerei III in Kiew, und die deutsche Luftwaffenelf "Adler" im Zenit-Stadion in Kiew aufeinander. Unterdrückte und Unterdrücker sollten gegeneinander antreten. Trotz Ordnern in Wehrmachtsuniformen und SS mit Schäferhunden war das Stadion voll von Zuschauern. Ein Jahr zuvor waren die deutschen Truppen am 19. September 1941 in Kiew einmarschiert. In nur zwei Tagen töteten sie 34.000 Juden und nahmen 630.000 sowjetische Soldaten gefangen. Die Deportation von Juden und Zwangsarbeitern folgte. Kiews Bewohner hungerten und an ein Vergnügen wie Fussball war nicht zu denken. Doch trotz kriegerischem Umfeld wurde das Spiel angesetzt und die Besetzten gewannen, trotz anderer Empfehlungen der SS, das Spiel gegen die Besatzer mit 5:3. Eine Woche nach dem Spiel wurden acht von elf Siegern von der Gestapo abgeholt, gefoltert und ins Lager Siretz deportiert. Vier von acht starben. Das Spiel der ukrainischen Todeself wurde damit zur Legende.
Literatur:
Gerhard Fischer/Ulrich Lindner. Stürmer für Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fußball und Nationalsozialismus. Göttingen: Die Werkstatt, 1999.

Andy Dougan. Dynamo. Defending The Honour Of Kiev, London: Harper Collins Publishers, 2001.
Bemerkungen:
Drei Skulpturen vor dem Stadion von Dynamo Kiew und in der Stadt erinnern an die vier Fußballer, die den Sieg mit dem Leben bezahlen mussten.

Homepage: http://www.ukrainiansoccer.net/news/news_article.asp?ID=12157&offset=300
Erhältlich: