Tauchfahrt in die Vergangenheit: Operation Caesar - Jagd auf U-864

Originaltitel:
Tauchfahrt in die Vergangenheit: Operation Caesar - Jagd auf U-864
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
45 min. , Farbe
Uraufführung:
11 February 2007, ZDF
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Im Februar 1945 befindet sich das U-Boot U-864 auf einer Geheimmission in Richtung Japan. Neben der Mannschaft befinden sich noch 18 deutsche Flugzeugkonstrukteure und zwei japanische Experten an Bord, sowie neue Triebwerke und Stuerungssysteme von Messerschmidt und Geheimpläne für den ME-262-Kampfjet. Die asiatischen Verbündeten sollen von den Deutschen mit moderner Techologie unterstützt werden,um den Luftkrieg gegen die Amerikaner zu gewinnen.
Doch auf der Monsunroute in der Nordsee, nahe der Insel Vålje findet die Mission in 140 Metern Tiefe ihr Ende. Schon bevor das U-Boot das norwegische Bergen verlassen hatte, hatte die Royal Navy Funksprüche abgefangen und dekodiert.
So kann die Royal Navy der U-864 mit ihrem eigenen U-Boot, der "Venturer", die mit Sonar ausgestattet ist, auflauern. Am 9. Februar ortet der Kapitän der "Venturer", Leutnant Jimmy Launders, die Motorengeräusche der U-864, die wegen eines beschädigten Dieselmotors nur mit gedrosselter Kraft fahren kann. Der deutsche Kommandant, Rolf-Reimer Wolfram hatte bereits die Rückkehr nach Bergen angeordnet, um die Mannschaft und die Fracht, die von den Japanern bereits in Gold bezahlt worden war, in Sicherheit bringen.
Doch es ist bereits zu spät. Es kommt zum einzigen U-Boot-Kampf im Zweiten Weltkrieg, bei dem sich beide Schiffe tatsächlich unter Wasser befinden. Trotz des Zickzack-Manövers der U-864 gelingt es der "Venturer" schließlich um 12.10 Uhr vier Torpedos abzuschießen, die das deutsche U-Boot mit seinen 73 Passagieren kurz vor der norwegischen Küste sinken lassen. So versinken auch Militärgeheimnisse der Nazis, die eventuell den weiteren Verlauf des Krieges entscheidend verändert hätten.

Unter der Leitung von Dag Amerund macht sich 60 Jahre später ein norwegisches Bergungteam auf zum Wrack der U-864, die eine ökologische Gefahr darstellt, da sich in ihrem Innern 80 Tonnen Quecksilber befinden, die ursprünglich als Zündhilfen dienen sollten. Würden diese Tonnen auslaufen, würde dies ein unvorstellbares Naturdesaster bedeuten. Nun soll das Boot unter einem riesigen Betonsarg verschwinden.
Eine Kamera begleitet das norwegische Team bei diesem Versuch, wobei gleichzeitig die Geschichte der U-864 rekonstruiert wird. Das dramatische Ereignis, das sich damals zutrug, wird aufgedeckt durch deutsche und englische Dokumente, Interviews mit den beiden letzten Überlebenden und dem britischen Marinehistoriker Eric Grove von der Universität Hull.
Literatur:
Bemerkungen:
Homepage: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,4359675,00.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,464972,00.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,465373,00.html
Erhältlich: