Sie finden keinen Frieden - Deutsche Soldaten nach dem Auslandseinsatz

Originaltitel:
Sie finden keinen Frieden - Deutsche Soldaten nach dem Auslandseinsatz
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
45 min. , Farbe
Uraufführung:
3 May 2007, ARD
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Dies ist eine Dokumentation über deutsche Soldaten, die nach einem Auslandseinsatz zurückkehren.
Peter Hämmerle ist einer von denen, die traumatisiert aus Afghanistan heimkehren. Er leitete einen Konvoi, der am 7. Juni 2003 auf dem Weg zum Flughafen nach Kabul war, als sich ein Selbsmordattentäter in die Luft sprengte. Bis heute kann er die Ereignisse nicht verarbeiten.
Mehr als 9.000 deutsche Soldaten sind weltweit im Einsatz. Sie kommen als Friendesstifter und erleben den Krieg. Viele finden den Weg zurück, doch immer mehr kehren psychisch verletzt zurück.
Im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg kümmern sich Fachärzte um die Soldaten. Der schwer traumatisierte Rolf Winter befindet sich zum vierten Mal hier in Behandlung. Er hat den Krieg mit nach Hause genommen. Der Bundeswehrpsychiater Karl-Heinz Biesold erklärt, dass das Gehirn bei einem solchen Trauma immer noch so reagiert, als befände man sich in akuter Gefahr.
Bei vielen Soldaten bricht das Trauma erst Jahre nach dem Einsatz aus. Dann sind sie auf sich gestellt, denn die Bundeswehr fühlt sich dann nicht mehr zuständig.
Einige Soldaten gründeten vor drei Jahren den Verein Skarabäus, in dem sie für ein offenes Gesprächsklima kämpfen und das Verdrängen verhindern wollen. Viele Soldaten schämen sich, da sie ihr Trauma für eine Schwäche halten. Dem soll entgegengewirkt werden.
In diesem Film wird das Schicksal der Soldaten dokumentiert und die Rolle der Bundeswehr und ihre Versuche, die Soldaten auf das Unvorstellbare vorzubereiten.
Es wird gezeigt mit welcher Abenteuerlust die Freiwilligen ausrücken und als gebrochene Personen aus den Schrecken des Krieges zurückkehren.
Literatur:
Maggie Schauer/ Frank Neuner/ Thomas Elbert. Narrative Exposure Therapy. A short-term intervention for traumatic stress disorder after war, terror or torture. Göttingen: Hogrefe & Huber, 2005.
Bemerkungen:
Homepage: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,480707,00.html
Erhältlich: