Indem er Interviews, Wochenschauausschnitte und Stücke aus Nazi-Propagandafilmen kompiliert, erzählt Marcel Ophüls die Geschichte Frankreichs unter deutscher Besatzung am Beispiel der Stadt Clermont-Ferrand, eine Stadt mit 150.000 Einwohnern in der Nähe von Vichy. 36 Zeitzeugen erzählen ihre jeweils eigene Version der damaligen Ereignisse. Es sind ehemalige deutsche Besatzungssoldaten, Kollaborateure und französische Aristokraten mit faschistischen Neigungen, liberale Demokraten, britische Spione, Fabrikbesitzer, Mittelklasseangehörige, Angehörige der SS-Division Charlemagne sowie Bauern aus dem Widerstand. Durch diese Montage entsteht ein vielschichtiges Bild von Anpassung und Widerstand.
Der erste Teil, „der Zusammenbruch“, zeichnet die politische Krise der französischen Bourgeoisie nach: ihr Auseinanderfallen angesichts der deutschen Armee und die Zweiteilung Frankreichs in eine besetzte und eine freie Zone. Der zweite Teil, „Die Wahl“, handelt vom Widerstand gegen das Regime, seinem Zerfall und seiner Niederlage.