„Wege des Terrors“ ist eine kontrovers diskutierte zweiteilige Miniserie die in den USA von ABC am 10. und 11. September 2006 ausgestrahlt wurde. Der Film dramatisiert die Anschläge auf das World Trade Center von 1993 und 2001 und setzt sie in eine Chronologie von Terroranschlägen und Angriffen auf die USA. Nach dem Selbstmordattentat auf das amerikanische Kriegsschiff USS Cole am 14.10.2000 reist FBI-Terrorexperte John O’Neill (Harvey Keitel) in den Jemen. Die Ergreifung Osama Bin Ladens steht kurz bevor, doch in letzter Minute wird die Aktion abgebrochen. Der Originalfilm enthält einige gezielte Schuldzuweisung an die Clinton Administration, die aber von ABC nach heftigem Widerstand der Demokraten aus dem Film herausgeschnitten wurden. So zum Beispiel eine Sequenz, in der die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright eine Aktion gegen Bin Laden vereitelt, weil sie die pakistanische Regierung 1998 vor einem Angriff mit Marschflugkörpern warnt. Den Angriff mit den Marschflugkörpern gab es tatsächlich, die Warnung Albrights nicht. In einer weiteren Szene wird Clinton vom Terrorismusexperten Richard Clarke als unfähig dargestellt, effektiv gegen den Terrorismus vorzugehen. Die "Sache mit der Lewinsky" würde ihn zu sehr ablenken. Auch diese Szene war in der ausgestrahlten Fassung nicht zu sehen. Frustriert quittiert O’Neill den Dienst. Am 1. September tritt er seinen Job als Sicherheitschef des World Trade Centers an. Die Schlüsselszene des Films dramatisiert die Geschehnisse des 11 September 2001 und rekonstruiert die Zeit des Einschlags des zweiten Flugzeugs in das World Trade Center und beinhaltet Tom Burnetts Anruf an seine Frau und John Millers Reportage der Geschehnisse von Außerhalb des World Trade Centers.