Verdun, visions d'histoire

Originaltitel:
Verdun, visions d'histoire
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
schwarz / weiss
Uraufführung:
J: 28 March 1929
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
"Verdun Visions d'Histoire" ist eine um Authentizität bemühte filmische Rekonstruktion der Kämpfe um Verdun. Die Personen stehen stellvertretend für bestimmte Bevölkerungsgruppen: der deutsche Soldat, der französische Soldat, die Offiziere, der pazifist, die Mutter der Familie... Der Ton des Films ist pazifistisch, die Handlung läuft auf eine Verbrüderung der feindlichen Seiten hinaus und folgt damit den politischen Bemühungen um eine deutsch-französische Aussöhnung des Jahres 1927.
Poirier filmte mit Soldaten, die damals tatsächlich vor Verdun gekämpft hatten, Angehörige des 56. und 59. Jägerregiments sowie mit marokkanischen Schützen der Garnison und jungen Rekruten der 42. Division, um die Ereignisse nicht bloß zu spielen sondern „wiederzubeleben“.
Mit Ausnahme der Darstellerinnen der Verlobten und der Mutter sowie den Darstellern älterer Personen waren alle Beteiligte sogar die Techniker ehemalige Soldaten. Thomy Bourdelle, Albert Préjean, Danielle Mendaille, Jean Dehelly, Pierre Nay, die Kameramänner Robert Batton und Georges Million zogen einfach wieder ihre Uniformen an. Auch die Deutschen wie Hans Brausewetter waren "echte" Deutsche. Von den jüngeren Darstellern war Antonin Artaud, der surrealistische Poet, der einzige ohne Kriegserfahrung. Er spielte den intellektuellen Pazifisten, der in einem Granttrichter stirbt, einem echten wohlgemerkt, in dem ein abgerissener Arm mit einer Identitätsmarke mit der Aufschrift "Fulle ... 916" (Klasse 1916) gefunden wurde.

Um den Eindruck der Authentizität zu verstärken, montierte Poirier zeitgenössische Dokumente in den Film, wie etwa Schriftstücke von Pétain, Joffre, Nivelle oder des Kaisers.
Literatur:
Bemerkungen:
1931 nachträglich vertont.
Erhältlich: