Dersim 38

Originaltitel:
Dersim 38
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
68 min. , Farbe
Uraufführung:
2006
Literarische Vorlage:
Buch:
Schnitt:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
() , ()
Zusammenfassung:
Aufgrund der ethnischen Homogenisierungsbestrebungen der neu gegründeten Türkei fielen viele ethnische und religiöse Minderheiten zum Opfer der staatlichen Gewalt. In diesem Zusammenhang begann im Jahr 1937 in Ostanatolien eine militärische Operation gegen eine Gruppe von angeblichen Rebellen. Obwohl diese Gruppe Ende 1937 vollkommen vernichtet worden war, wurden die militärischen Operationen in der damaligen osmanischen Provinz Dersim ausgeweitet. Die dort ansässige kurdisch-alevitische Minderheit war mithin in 1938 der unverhältnismäßigen Gewaltausübung des türkischen Staates ausgesetzt. Trotz der Kontroversen über die Opferzahl während militärischer Operationen geht man heute mindestens von 13000 hingerichteten Zivilisten und 12000 Zwangsumgesiedelten.
Cayan Demirel hat zu diesem Thema in 2006 einen Dokumentarfilm gedreht. In diesem Film kommen die Augenzeugen zur Sprache und überliefern ihre Gewalterfahrungen. Die exilierten und zwangsadaptierte Kinder aus der damaligen Dersim erzählen in der Dokumentation ihre Erinnerungen an die Jahre nach 1938.
Neben den Augenzeugenberichten aus der Opferperspektive kommen zahlreiche etablierte Wissenschaftler ebenfalls zur Sprache und versuchen die Ereignisse in Dersim historisch einzuordnen.
Literatur:
Bemerkungen:
Dies ist der erste dokumentarische Film aus der Opferperspektive zum „Dersim Massaker“.
Erhältlich: