Gegen fünf Uhr morgens überrascht der Zöllner Tschumi den deutschen Flüchtling Kramer, als dieser den Rhein durchschwimmend über die Grenze kommen will. Papiere hat er keine, er wird von der Gestapo gesucht und verlangt politisches Asyl. Da er aber nichts beweisen kann und darum riskiert zurückgeschickt zu werden, lässt Tschumi ihn laufen. - Im Radio kommt die Nachricht, Hitler habe die Beneluxstaaten angegriffen. Die Schweizer Armee macht mobil, das Land steht unter Schock, die Leute stürmen die Züge. Kramer gelangt nach Zürich, wo er Anna, einer Kindheitsfreundin begegnet. Sie ist Schneiderin und teilt die Wohnung mit ihrem verwitweten Schwager Widmer, Tramführer und Vater des kleinen Thomas. Anna rät Kramer, die einflussreichen Hiftis um Hilfe anzugehen, bei ihnen verbrachte er früher die Ferien. Wie viele andere wohlhabene Bürger von Zürich haben sich die Heftis aber überstürzt in die Innerschweiz abgesetzt. Anna versteckt Kramer in ihrem Atelier, abends dann aber in der Wohnung. Widmer sieht den deutschen Eindringling nicht gern unter seinem Dach und zögert, ob er ihn vor dem Einrücken denunzieren solle. Schlaflos verbringt Kramer die Nacht in einer Mansarde. Die Bevölkerung bereitet sich auf den Einmarsch der Deutschen vor. Das alte jüdische Ehepaar Herz, das über dem Schneideratelier lebt, fürchtet das Schlimmste. Doch am nächsten Morgen läuft das Leben auf den Strassen normal weiter. In Begleitung Annas stellt sich Kramer der Polizei. Wachtmeister Grimm nimmt sich seines Falles an.