Battleground

Originaltitel:
Battleground
Weitere Titel:
(Kesselschlacht)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
118 min. , schwarz / weiss
Uraufführung:
9 November 1949
Literarische Vorlage:
Produzent:
Kamera:
Zusammenfassung:
Dezember 1944. Die 101. Fallschirmspringer - Division der US Armee ist von den Deutschen in der belgischen Stadt Bastogne eingekesselt worden. Wegen einer dicke Wolkendecke über dem Gebiet ist es der Airforce unmöglich Luftunterstützung bereitzustellen oder die Männer aus der Luft zu versorgen. Ihre Lage verschlechert sich stündlich, doch General McAuliffe weigert sich, zu kapitulieren.
Im Mittelpunkt des Film steht eine Gruppe Soldaten, angeführt vom kampferprobten Sergeant Kinnie, der unablässig auf seiner Zigarre kaut. Alles wartet auf eine schnelle Wetterverbesserung, doch bis dahin müssen sie sich deutscher Spione in amerikanischen Uniformen, deutscher Artillerieeinschläge, dem Winterwetter, schwindenden Vorräten und ihrer Angst erwehren, von den Deutschen eingeschlossen zu werden.
Literatur:
Lawrence H. Suid. Guts and Glory. The Making of the American Military Image in Film. Lexington: The University of Kentucky Press, 2002.
Bemerkungen:
Die Idee zu „Battleground“ hatte Dore Schary bereits 1947, als er noch als Produktionschef bei RKO beschäftigt war. Seine Vorgesetzten lehnten das Projekt aber ab, weil sie glaubten, dass das amerikanische Publikum noch nicht wieder für Kriegsfilme interessiere. Schary hingegen ging es vor allem darum, einer Desillusionierung wie sie die Amerikaner nach den Ersten Weltkrieg erlebten zuvorzukommen. Für ihn war der Zweite Weltkrieg der erste Konflikt seit mehr als 100 Jahren, in dem es wirklich um etwas ging. Die Soldaten waren nicht getäuscht oder benutzt worden, sondern kämpften gegen eine „äußerst böse und starke Macht“ [übersetzt nach Suid, 2002, 104]. Der Film sollte dem amerikanischen Publikum zeigen, dass die fürchterlichen Verluste nicht umsonst gewesen waren.
Auf der Suche nach einer historischen Situation, an der sich sein Standpunkt verdeutlichen ließ, fiel seine Wahl schließlich auf die Schlacht um Bastogne im Winter 1944. Nach dem D-Day hatte den Alliierten hier erstmals eine massive Niederlage gedroht, eine ideale Konstellation, um den Kampf für die Freiheit darzustellen.
Im April 1947 gelang es Schary Drehbuchautor Pirosh für das Projekt zu gewinnen. Auf Scharys Frage, was Pirosh denn über Bastogne wisse, soll dieser geantwortet haben: „Etwas wissen? Ich war dabei“. Von Pirosh stammt die Idee die Geschichte einer einzelnen Soldatengruppe zu erzählen, die stellvertretend das erleben sollten, was Soldaten an allen Fronten durchmachen mussten. Da er selbst kein Mitglied der in Bastogne eingeschlossenen 101. Airborne gewesen war, bat Pirosh den damaligen kommandieren Offizier Gen. McAuliffe um Rat. Der jedoch lehnte ab. Pirosh habe unter den gleichen Bedingungen gekämpft wie die 101. und solle es einfach so schreiben, wie er meine.
Als es Schary Anfang 1948 gelang seine Vorgesetzten von „Battleground“ zu überzeugen, wurde RKO von Howard Hughes aufgekauft, der das Projekt kurz darauf einstellte. Schary wechselte kurze Zeit später zu MGM, wo er erneut gegen den Widerstand der Studiobosse ankämpfen musste, besonders Louis B. Mayer. Schary überzeugte die Vorstände dennoch von seinem Film und kaufte Hughes das Skript ab. Entgegen allen Erwartungen wurde „Battleground“ ein großer Kassenschlager.

Seit Piroshs erstem Gespräch mit General McAuliffe stand die Army dem Film positiv gegenüber. Für die Dreharbeiten stellte die 101. Division Trucks und Panzer bereit und entsandte aus Fort Bragg 20 Soldaten, die mit den anderen Statisten militärisches Verhalten übten sowie selbst im Film auftraten.

Gewann 1950 in den Kategorien bestes Drehbuch und beste Kamera zwei "Oscars" bei den Academy Awards und zusätzlich im gleichen Jahr zwei "Golden Globes".
Erhältlich:
VHS NTSC