Der Film zeigt drei etwa halbstündige Episoden aus Frankreich, Deutschland und Polen. Sie zeigen jeweils den Augenblick des Friendens in einem der drei Länder und machen ihn an einer konkreten Situation fest.
Die französische Episode "Die weißen Vorhänge" spielt im Jahre 1944 in der Normandie und berichtet über die Befreiung durch die angelsächsichen Invasionstruppen. Seit dem Zusammenbruch Frankreichs im Jahre 1940 schlagen sich ein kleiner Junge und eine alte Frau gemeinsam durch das Kriegselend. Als Folge des Krieges ist der Junge noch immer Analphabet und die Frau ist verrückt geworden.
Die deutsche Episode "Der Augenblick des Friedens" spielt in den ersten Maitagen des Jahres 1945. In einem großen Mietshaus in Berlin verschanzen sich die Bewohner in den Kellern, um sich vor den einmarschierenden Russen zu schützen. Nachdenklich beobachtet ein 17-jähriger Junge, wie unter diesen Umständen die verstrittenen Nachbarn zu neuer Solidarität finden. Der Augenblick des Friedens ist in ein einprägsames Bild gefasst: Der Junge kehrt in seine Wohnung zurück und dreht die amerikanische Jazzmusik im Radio laut auf.
Die polnische Episode "Matura" (Abitur) spielt im Spätsommer 1944. Der Russische Vormarsch erreicht Polen. Doch die Ereignisse werden von den persönlichen Problemen eines Jungen an den Rand gedrängt. Die Zuneigung zu einem Mädchen und die Abschlussprüfung in einer illegalen Gymnasiumygruppe beherrschen seine Gedanken. Am Tag des Friedens erleidet der Junge zwei persönliche Niederlagen: Er fällt durch die Prüfung und sieht das Mädchen im Arm eines anderen. Die Freudentänze um ihn herum nimmt er nicht wahr.