Hotel Rwanda

Originaltitel:
Hotel Rwanda
Weitere Titel:
(Hotel Ruanda)
Originallänge:
121 min. , Farbe
Uraufführung:
11 September 2004, Toronto Film Festival
Literarische Vorlage:
Produzent:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Paul Rusesabagina ist der Hotelmanager des luxuriösen Hotels „Les Milles Collines“ in Kigali. Und Paul ist ein Hutu, ein erfolgreicher Geschäftsmann, mit allen Wassern gewaschen, der über hervorragende Kontakte in alle Schichten der ruandischen Gesellschaft verfügt. Seine dringenste Sorge gilt der Aufrechterhaltung des Vier-Sterne-Services des Hotels für seine zumeist europäischen Gäste. Pauls Frau Tatiana ist eine Tutsi. Sie drängt ihn, seinen Einfluss zu nutzen, um Tutsi vor Ort zu helfen. Diese sind Opfer von Anfeindungen und zunehmend auch gewalttätigen Übergriffen. Doch Paul will sein politisches Gewicht nur einsetzen, falls seine eigene Familie in Gefahr geraten sollte.
Kurz darauf eskaliert die Gewalt, in den Strassen machen Hutus Jagd auf Tutsi. Die europäischen Gäste und Mitarbeiter des Hotels werden außer Landes gebracht, Paul bleibt allein zurück.
Sein Gewissen erlaubt ihm nicht länger, dabei zu zusehen, wie Unschuldige niedergemetzelt werden. Als mehrere hundert Tutsi, deren Häuser angezündet wurden, sich dem Hotel nähern und dort Unterschlupf suchen, besticht Paul den kommandierenden Hutu-General mit Scotch, Bier und Barem. Schließlich darf er die Tutsi hereinlassen. Schnell spricht sich herum, dass das Hotel ein sicherer Zufluchtsort für Tutsi ist. Für einige Hutu wird Paul dadurch zum Verräter, er gerät selbst in Gefahr und auch die Lage seiner „Gäste“ wird von Tag zu Tag prekärer. Ein Journalist und ein UN-Oberst versuchen zu helfen, doch der Rest der Welt zeigt keine Neigung das Massaker zu stoppen.
Literatur:
Paul Rusesabagina. Ein gewöhnlicher Mensch. Berlin: Berlin Verlag, 2006.
Bemerkungen:
Gewann den Publikumspreis des Toronto Film Festival 2004.

Der Film beruht auf den Erlebnissen von Paul Rusesabagina, der damals Manager des Fünf-Sterne-Hotel „Des Milles Collines“ in Kigali war. Seiner Aussage nach sind 90% Prozent der Film gezeigten Ereignisse korrekt widergegeben. Jedoch habe ihm seine Frau nicht den Ehering voller Wut vor die Füsse geworfen, und auch seinen Schwager habe nicht im Stich gelassen (Miriam Holstein. „Menschretter in Ruanda“. Die Welt, 13.02.2005). Sein mutiges Eingreifen hat rund 1200 Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt.

Homepage:
http://www.mgm.com/ua/hotelrwanda/intro.html
Erhältlich:
DVD, CD