Scapa Flow

Originaltitel:
Scapa Flow
Weitere Titel:
Das Grab der deutschen Flotte, Das Heldengrab der deutschen Flotte
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
2309 mtr. , schwarz / weiss
Uraufführung:
20 Febuary 1930, Schauburg, Berlin
Literarische Vorlage:
Regie:
Schnitt:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Sommer 1918: Der Ausgang des Krieges ist noch offen. Die deutsche Flotte liegt nutzlos in den Häfen. Der Sohn von Kapitän Klockow, der als Leutnant unter seinem Vater dient, hält die Untätigkeit nicht länger aus und meldet sich zur U-Bootflotte. Da bricht die Revolution aus. Kurz darauf kommt der Befehl des Kaisers, die gesamte Flotte solle gegen den Feind fahren. Die Matrosen weigern sich, aus Angst in einem ohnehin verlorenen Krieg in letzter Sekunde verheizt zu werden und reissen dem Kapitän Klockow die Achselstücke herunter. Während des allgemeinen Aufruhrs treffen die Ergebnisse der Waffenstillstandsverhandlungen ein. Die deutsche Flotte soll in einem neutralen Hafen interniert werden. Während die einen fürchten, dass wenn die Schiffe nicht in die Internierung geführt werden, die Engländer die Küste besetzen werden, glauben vor allem die Matrosen an eine Chance für den Frieden: "Zur Weltverbrüderung nach England! Am Sonntag spielen wir mit den Tommies Fussball!". Diese Hoffnungen werden enttäuscht. Bei der Ankunft der Flotte in Scapa Flow werden die Schiffe von den Engländern auf das Strengste kontrolliert. Sieben Monate warten die Männer auf das Ende der Friedensverhandlungen. Als das Ergebnis feststeht, wird entschieden, die Flotte nach dem Setzen der Kriegsflagge selbst zu versenken.
Literatur:
Bernadette Kester. Filmfront Weimar. Representaties von de EErste Wereldoorlog in Duitse films uit de Weimar periode (1919-1933). Hilversum: Verloren, 1998.
Bemerkungen:
Der Film wurde am 20. Mai 1933 von der Film-Oberprüfstelle verboten. Die Darstellung der Revolution, das wenig "mannhafte Verhalten" der beiden Klockows sowie die „Schilderung der Untätigkeit der Flotte, die [geeignet sei], sie als einen entbehrlichen Luxus hinzustellen und den Seegedanken in Volk zu töten“, wurden in der Begründung des Verbots herausgestellt.
Erhältlich: