Vor 30 Jahren, am 11. September 1973, erschießt sich Salvador Allende, der gewählte Präsident Chiles. Sein Tod markiert den Sieg einer düsteren Verschwörung und das vorläufige Ende einer politischen Vision für Lateinamerika: dem Versuch, Sozialismus und Demokratie miteinander zu versöhnen. Die Wahl Allendes im September 1970 war ein Schock für die USA. Die Großmacht beherrschte die Wirtschaft des kleinen Landes und wollte mit aller Kraft verhindern, dass das sozialistische Experiment in Chile zum Modellfall für ganz Lateinamerika würde. Ein fein gesponnenes Netz aus Propaganda, Bestechung, Sabotage und Verrat entwickelte sich zu einer der folgenreichsten Verschwörungen des 20. Jahrhunderts. In einer dramatisch gerafften Chronologie analysiert diese Dokumentation den Putsch gegen den gewählten Präsidenten Salvador Allende. Seine Tochter Isabell, sein Leibarzt, seine Gefährten und seine Gegner erinnern sich an die drei Jahre seiner Amtszeit, die im Putsch des Generals Pinochet und dem Beginn der Diktatur ein grausames Ende fanden.