Der Vietnamkrieg war der erste „Fernseh-Krieg“. Die Leiden der Zivilbevölkerung, der Tod der Soldaten, die Verwüstung eines Landes wurden in die Wohnzimmer der Welt übertragen.
Die Bilder des Krieges wirkten traumatisch, und jeder, der sie benutzte, verfolgte bestimmte Ziele: die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in die eine oder andere Richtung.
H&S - die DDR-Dokumentarfilmer Heynowski und Scheumann - konnten im Jahr 1967 als erstes Fernsehteam der Welt in einem nordvietnamesischen Gefangenenlager drehen. Es gelang ihnen, zehn abgeschossene amerikanische Kampfpiloten vor die Kamera zu bekommen und sie zu interviewen.
Die Dokumentation stellt das kürzlich aufgetauchte Rohmaterial der "Piloten" den daraus entstandenen Filmsequenzen gegenüber.
Dazu kommen einige der Piloten von damals zu Wort. Einblicke in den Arbeitsalltag von Filmpropagandisten werden möglich und die heutige Haltung der Feinde von gestern wird sichtbar.