Gehorsam und ideologische Verblendung: Der Film handelt von einem der Organisatoren der von den Nationalsozialisten befohlenen Endlösung.
Franz Lang wurde streng erzogen und hatte Angst vor der Strenge und Gefühllosigkeit seines Vaters. Mit nur siebzehn Jahren muss er am Ersten Weltkrieg teilnehmen und wird direkt an die Front geschickt. Nach dem Krieg schafft er es nicht eine Arbeit zu finden und verliert den Boden unter den Füssen. Wie so viele junge Männer seines Alters findet er ein Zuhause im rechtsgeprägten Freikorps. Ein Freund stellt ihn den führenden Köpfen der damals noch unbedeutenden NSDAP vor. Mit dem Mord an einem Kommunisten richtet er die Aufmerksamkeit seiner neuen Freunde auf sich und steigt in der Hierarchie auf. Trotzdem er ins Gefängnis muss, beginnt seine Karriere in der Partei. Nach der Zeit im Gefängnis versucht er als Landwirt in Pommern zu überleben. Als jedoch die Nationalsozialisten an die Macht kommen, findet er seinen Platz: Er wird Adjutant in Dachau. Da er seine Aufgabe so gut erfüllt, beauftragt ihn Himmler persönlich die Endlösung in Auschwitz vorzubereiten. Ohne jeden Zweifel über die Richtigkeit der folgenden Handlungen, tut er was Himmler ihm aufgetragen hat. Befehl ist Befehl und so erfüllt er den Auftrag wie eine Maschine. Er sieht die Endlösung eher als organisatorisches Problem und Herausforderung. Für ihn gab es keinen anderen Weg, als seine Pflicht zu erfüllen ... ohne jeden Zweifel. Von Schuld ist keine Spur. Später sagt er bei den Prozessen, dass er es wieder tun würde. 1947 wird er hingerichtet.