In the Year of the Pig

Originaltitel:
In the Year of the Pig
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
103 min. , Farbe
Uraufführung:
25 October 1968, Boston, Massachusetts, USA
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
In drastischen Bilder erzählt Regisseur de Antonio die Geschichte Vietnams von der französischen Kolonialzeit bis zur Tet-Offensive. Er zeigt Bilder direkt vom Schlachtfeld, z.B. von schwer verletzten, verstümmelten amerikanischen Soldaten, die aus der vordersten Linie geschleppt werden. Dazu montiert er den alten Song „Old Glory“, gespielt auf Timas und anderen Indonesischen Instrumenten. Eine andere Szene zeigt, wie sich ein buddhistischer Mönch aus Protest gegen den Krieg selbst verbrennt. De Antonio kompilierte selbst geführte Interviews und Material, das er unter anderem aus Nordvietnam, Frankreich, der DDR und den USA zusammengetragen hatte sowie Aussagen prominenter Politiker, vietnamerfahrener Journalisten, Soldaten und anderer Zeitzeugen.
Schlagworte:
Literatur:
Norbert Kraas. „The Arrogance of Power als zentrales Thema von Emile de Antonios `In the year of the Pig´. In: Mo Beyerle, Christine N. Brickmann (eds.). Der amerikanische Dokumentarfilm der 60er Jahre. Direct Cinema und Radical Cinema. Frankfurt a.M., New York, 1971, 354-373.
Bemerkungen:
Gedreht 1968 auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung, präsentiert diese Dokumentation einen extrem radikalen Blick auf den andauernden Krieg in Vietnam.
Mrs. Orville Schell, eine Dame der New Yorker Highsociety, finanzierte das Projekt durch von ihr veranstaltete Spenden-Dinner, womit sie sich im Abspann den Titel des „executive producers“ verdiente.
Der überaus kontroverse Film brachte de Antonio nicht nur eine Oscar Nominierung ein, sondern auch die jahrelange Aufmerksamkeit des FBI Chefs Edgar Hoover - was ihn wiederum zu einem weiteren Film inspirierte: `Mr. Hoover and I´ (1990).
Ein Höhepunkt des Films ist das Interview mit dem ehemaligen General George S. Patton (der bereits 1945 gestorben war), welches de Antonio so geschickt zusammenschnitt, dass es scheint, Patton spreche über die GIs in Vietnam, als er sagt, er halte die Jungs für „eine verdammt gute Bande von Killern“.
Wie in allen seinen Filmen verwendet de Antonio auch hier ausschließlich Originaltöne und verzichtet auf einen Erzähler aus dem Off, der seiner Meinung nach lediglich falsche Objektivität vortäuschen würde.
Erhältlich:
Video VHS NTSC