1940 veranlassten die Nationalsozialisten für die Reichshauptstadt Berlin ein Bunkerbauprogramm. Dieses Bauprogramm sollte der Bevölkerung Sicherheit und Fürsorge suggerieren, denn niemand rechnete wirklich mit Bombenangriffen auf die Stadt - eine fatale Arroganz der Machthaber. Von den mehr als 1.000 Schutzanlagen ist heute nur noch ein Bruchteil vorhanden. „Bunker - Die letzten Tage“ zeigt das unterirdische Bunkerlabyrinth in Berlin und erzählt vom Überleben der Menschen in diesen Schutzräumen während des Zweiten Weltkrieges.
Wie zum Beispiel Waltraud S., damals eine 15-jährige Schülerin, die Ärztin Gertraude Gerlach und Rochus Misch, Telefonist im Führerbunker, berichten von der beklemmenden Atmosphäre hinter den meterdicken Betonschichten, von einem Leben, das von Todesängsten, akutem Sauerstoffmangel, Hunger und Bewegungsnot geprägt war. Sie erinnern sich auch an die kilometerlangen Tunnel, durch die einige Bunker miteinander verbunden waren. Als die SS bei Kriegsende die Tunnelstrecke flutete, um den Führerbunker zu schützen, kamen hier viele Menschen ums Leben.