Bunker - Die letzten Tage

Originaltitel:
Bunker - Die letzten Tage
Weitere Titel:
Bunker - The Last Days
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
90 min. , Farbe
Uraufführung:
27 March 2003
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
1940 veranlassten die Nationalsozialisten für die Reichshauptstadt Berlin ein Bunkerbauprogramm. Dieses Bauprogramm sollte der Bevölkerung Sicherheit und Fürsorge suggerieren, denn niemand rechnete wirklich mit Bombenangriffen auf die Stadt - eine fatale Arroganz der Machthaber. Von den mehr als 1.000 Schutzanlagen ist heute nur noch ein Bruchteil vorhanden. „Bunker - Die letzten Tage“ zeigt das unterirdische Bunkerlabyrinth in Berlin und erzählt vom Überleben der Menschen in diesen Schutzräumen während des Zweiten Weltkrieges.
Wie zum Beispiel Waltraud S., damals eine 15-jährige Schülerin, die Ärztin Gertraude Gerlach und Rochus Misch, Telefonist im Führerbunker, berichten von der beklemmenden Atmosphäre hinter den meterdicken Betonschichten, von einem Leben, das von Todesängsten, akutem Sauerstoffmangel, Hunger und Bewegungsnot geprägt war. Sie erinnern sich auch an die kilometerlangen Tunnel, durch die einige Bunker miteinander verbunden waren. Als die SS bei Kriegsende die Tunnelstrecke flutete, um den Führerbunker zu schützen, kamen hier viele Menschen ums Leben.
Literatur:
Bemerkungen:
Nur für wenige Tage wurde 1990 der unterirdische Führerbunker am Potsdamer Platz im Zuge der Munitionsbergung im Bereich der gefallenen Berliner Mauer zugänglich gemacht. Der britische Kameramann Gavin Hodge war der Erste und Einzige, der in dieser Anlage Fundstücke und Wandmalereien filmen konnte. Nach den Dreharbeiten wurde der Bunker wieder verschlossen und mit Erde bedeckt. Das reichhaltige Material ist Teil eines Dokumentarfilms über das Berliner Bunkersystem, den Hodge gemeinsam mit der dffb-Absolventin Martina Reuter produziert hat.

Der Film lebt von den Geschichten der Zeitzeugen und wird ohne kommentierenden Text erzählt. Die Berichte von Rochus Misch über das Ende im Führerbunker sind mit Spielfilmsequenzen unterlegt, die ironisch wie dokumentarisches Material verwendet werden. Amerikanisches und russisches Archivmaterial, Propagandafilmausschnitte und Wochenschaumaterial bilden den Hintergrund für die traumatischen Erzählungen der Zeitzeugen und fügen sich zu einer vielschichtigen Collage. Darunter beeindruckende Unterwasseraufnahmen im Adlonbunker sowie einzigartige Bilder des Speerbunkers vor seiner Sprengung 1996.

Gewann beim Münchner Film Festival 2002 den mit Ђ 8000 dotierten DISCOVERY CHANNEL AWARD.

Rezensionen bei Verleih Salzgeber unter:
http://www.salzgeber.de/presse/kritiken/bunker_tip.pdf
Erhältlich: