Seit Mai 2004 ist bekannt, dass im Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad Gefangene von amerikanischen Militärs und Geheimdienstmitarbeitern gefoltert wurden. Die Regiereung in Washington beteuerte, dass es sich um Übergriffe einzelner Soldaten gehandelt habe und diese nicht im Auftrag oder unter Duldung der US-Regierung gehandelt hätten.
Dieser Film geht der Frage nach, ob dies stimmt, oder ob Folter zum Alltag des "Krieges gegen den Terror" gehört.
Der Dokumentarfilmer Egmont R. Koch entdeckte Filmmaterial, das amerikanische Soldaten und CIA-Agenten beim Foltern im Abu-Ghraib-Gefängnis zeigt. Viele der Täter sind heute verurteilt, aber es scheint sich nicht um Exzesse einzelner zu handeln, sondern eher um lang erprobte Foltermethoden. Koch stieß auf ein Handbuch der CIA von 1963, welches systematisch und wissenschaftlich Foltermethoden darstellt und scheinbar auch südamerikanischen Diktaturen zur Verfügung gestellt wurde. Offenbar nutzt die CIA diese Handbuch erneut um Verhörtrupps in Guantanamo und Abu Ghraib damit auszurüsten. Die Wurzeln der Foltermethoden reichen zurück in die Zeit des Nationalsozialismus und ins KZ Dachau. In den 50er Jahren testete die CIA die Methoden dann in einer Villa bei Frankfurt, wobei einige Versuchspersonen ums Leben kamen.