Die anfängliche Zensur französischer Kameraleute und Fotografen wurde in den zwanziger Jahren gelockert und einige der zunächst verbotenen, grausigen Aufnahmen sind hier erstmals zu sehen. Der Film ist – so die Zwischentitel – den Kameraleuten der französischen Armee gewidmet, die bei den Aufnahmen ihr Leben liessen. Er wird eingeleitet von einer Gruppe der sogenannten „guelles cassées“, Kriegsinvaliden mit schweren Verstümmelungen im Gesicht, die in der pazifistischen Bewegung Frankreichs in der Zeit zwischen den Weltkriegen eine bedeutende Rolle spielten.
"Pour la paix du monde" ist ein Film, mit eindeutig pazifistischer Aussage, der viel von der alltäglichen Grausamkeit des Krieges zeigt, wie etwa die Achtlosigkeit der Soldaten im Laufgraben, die an den Resten ihrer toten Kameraden vorbeilaufen. Ferner gibt es Aufnahmen von Granteneinschlägen in die eigenen Reihen, wobei gut zu erkennen ist, wie sich die feindliche Artillerie immer weiter einschießt und schließlich in den französischen Graben einschlägt. Besonders interessant sind auch die Einstellungen von aneinander in entgegengesetzten Richtungen vorbeiziehenden französischen Verstärkungen und deutschen Gefangenen hinter der Front. Aus dem Zweiten Weltkrieg kennt man Aufnahmen von schwer bewachten, langsam dahinziehenden Kolonnen von Kriegsgefangen. Hier hingegen streben die Deutschen mit leichtem Schritt, beinahe fröhlich in Richtung Lager, für sie ist der Krieg vorbei. Die Franzosen dagegen schlurfen schweren Schritts an die Front.