Auch unter den Amtsträgern der evangelischen und katholischen Kirche gab es Befürworter und aktive Unterstützer des Nationalsozialismus. Dieser Film dokumentiert einige dieser Fälle, nachdem Widerstand und Haltung der Kirchen zur Genüge behandelt wurden.
Ein bedeutender "Nazi-Pfarrer" war Dr. Philipp Haeuser, aus der Nähe von Augsburg, der Mitglied der NSDAP und Redner auf zahlreichen Parteiveranstaltungen war. Er war als extremer Judenhasser bekannt.
Einer seiner Freunde war der Münchner Kaplan und Religionslehrer Josef Roth, der ab 1935 ins Berliner Reichsministerium für kirchliche Angelegenheiten berufen wurde und auch als Ministerialdirigent nicht aus dem Münchener Klerus ausscheiden musste.
In der katholischen Kirche stand außerdem der Augsburger Weihbischof und Generalvikar Franz-Xaver Eberle sogar der Gestapo als V-Mann zur Verfügung und auch Bischof Alois Hudal, der als Rektor eines deutschsprachigen Kollegs in Rom amtierte kann ein Doppelspiel nachgewiesen werden. Durch seine Hilfe konnten prominente Naziverbrecher ins Ausland flüchten.
In der evangelischen Kirche hat ein Pfarrer und Historiker Untersuchungen über dem Nationalsozialismus nahestehende Geistliche vorgenommen. Darunter beispielsweise Friedrich Drexel aus Bayreuth, der, heute 93 Jahre alt, in diesem Film selbstkritisch seine damalige Haltung reflektiert.