Die Zeit nach dem Krieg ist hart, doch Hunger und Entbehrungen gehören für Ursula Gothe glücklicherweise der Vergangenheit an. Ihr Mann Richard, ein aufstrebender Ingenieur, bietet ihr ein luxuriöses Leben mit eigener Haushälterin. Ursula hat einen kleinen Sohn Helmut, den sie liebt. Doch ihr geordnetes Leben wird jäh erschüttert, als sie in einer Illustrierten die Suchanzeige eines Mädchens entdeckt.
Das Suchkind 312 ist ihre Tochter Martina, von der sie auf der Flucht aus dem Osten vor sieben Jahren getrennt wurde – und von der sie bisher glaubte, sie sei tot. Deshalb hat sie Richard nie erzählt, dass sie mit dem in Russland gefallenen Offizier Achim Lenau bereits eine Tochter hatte. Nun aber ist ihre Sehnsucht nach Martina, die in einem Heim untergebracht wurde, groß. Aber Ursula hat auch Angst, mit dem Geständnis eines unehelichen Kindes ihre Ehe aufs Spiel zu setzen.
Als sie Richard endlich einweiht, fühlt er sich hintergangen und zeigt wenig Verständnis. Richard steht kurz vor der ersehnten Beförderung zum Fabrikdirektor und will vor seinem Chef Lohmann das Gesicht wahren. So zwingt er Ursula, nichts zu unternehmen.
Erst als seine Schwester Johanna ihm zuredet, ist Richard bereit, das Kind zu adoptieren. Da inzwischen eine zweite Frau behauptet, Martina sei ihr Kind, muss die Frage der Mutterschaft vor Gericht entschieden werden. In dieser schwierigen Situation kehrt der totgeglaubte Achim unverhofft aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück. Ursula ist hin- und her gerissen zwischen zwei Männern und zwei Kindern...