The Last Just Man

Originaltitel:
The Last Just Man
Weitere Titel:
(Zur Schuld verdammt)
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
70 min. , Farbe
Uraufführung:
19 October 2002, Hamptons International Film Festival
Literarische Vorlage:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Der Film setzt dem kanadischen General Roméo Dallaire ein Denkmal, der 1994 als Kommandeur der UN-Truppen eingesetzt war. Durch seine eindringlichen Aussagen wird hinter der Fassade des hoch dekorierten Soldaten ein gebrochener Mann sichtbar, den die Last von Verantwortung und Schuld innerlich zerreißt.
In nur 100 Tagen wurden 800.000 Ruander mit Macheten und Maschinengewehren getötet, ohne dass Dallaire und seine Truppen eingreifen konnten.
Es war ihm nicht gelungen, UN-Verantwortliche und den Sicherheitsrat in New York von der Notwendigkeit einer bewaffneten Intervention in Ruanda zu überzeugen.
Steven Silvers Film zeigt die menschliche Tragödie hinter den Nachrichtenbildern. Das „Schuld-Bekenntnis“ des Generals spiegelt sich in der tragischen Familiengeschichte von Anne-Marie, der Schwester eines Tutsi-Ministers, der mit seiner Familie vor den Augen der Truppen Dallaires massakriert wurde.
Literatur:
Roméo Dallaire. Shake Hands with the Devil. The Failure of Humanity in Rwanda. Toronto: Randomhouse, 2003.
Bemerkungen:
Durch die Kombination von intensiven Interviewsequenzen und Szenen aus Ruanda gelingt es Regisseur Silver, die Anspannung und Empfindungen dieser Monate wieder lebendig werden zu lassen, die Dallaire verspürte, als er versuchte, eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses zu stoppen.

Der bereits mehrfach preisgekrönte Film wurde mit dem PHOENIX-Dokumentarfilmpreis 2003 ausgezeichnet, den der Ereignis- und Dokumentationskanal in Zusammenarbeit mit der Cologne Conference vergibt.

Englischsprachige Homepage:
http://www.hrw.org/iff/2002/traveling/last-index.html
Erhältlich: