Rosen für den Staatsanwalt

Originaltitel:
Rosen für den Staatsanwalt
Weitere Titel:
Roses for the Prosecutor
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
97 min. , schwarz / weiss
Uraufführung:
24 September 1959
Literarische Vorlage:
Regie:
Produzent:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges kauft der Gefreite Rudi Kleinschmidt eine Tafel Schokolade - schwarz. Der Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm spricht von einer wehrkraftzersetzenden Handlung. Er sieht in der Tat eine Gefahr für die Moral der Truppe und beantragt für Kleinschmidt die Todesstrafe. Kurz bevor das Urteil vollstreckt wird, unterbricht ein Tieffliegerangriff das Exekutionskommando und Rudi Kleinschmidt entkommt mit dem Vollstreckungsbefehl, der ihm zugeflattert ist.
Jahre später, das Wirtschaftswunder ist längst in vollem Gange, verdient Rudi Kleinschmidt sein Geld als umherziehender Straßenverkäufer. So landet er in einer Kleinstadt, wo er im Restaurant seiner Bekannten Lissy unterkommt. Eines Tages begegnet Rudi während einer Verkaufsaktion dem einstigen Kriegsgerichtsrat Schramm. Dieser ist mittlerweile ein angesehener Staatsanwalt und ist beim Anblick Kleinschmidts ziemlich verunsichert, erst Recht als er sich wieder an die Ereignisse im Krieg erinnern kann. Für Schramm ist klar, dass Rudi aus der Stadt verschwinden muss. Die Polizei erledigt den Rest und beschlagnahmt Rudis Verkaufsartikel. Vor Wut zerstört dieser ein Schaufenster und stiehlt zwei Tafeln Schokolade. Der Fall landet vor Gericht - mit Schramm als Staatsanwalt. Doch im Eifer des Verhörs verliert Schramm die Übersicht und fordert aus Versehen die Todesstrafe, so dass der alte Fall bekannt wird.
Literatur:
Bemerkungen:
Mit bitterer Ironie schildert der zeitkritische Film die Verdrängung faschistischer Vergangenheit und den Fortbestand alter obrigkeitsstaatlicher Tendenzen in der Bundesrepublik. Obwohl er durch zahlreiche Konzessionen ans Unterhaltungskino jener Jahre teilweise an Schärfe und Deutlichkeit verliert, bleibt er doch in zentralen Punkten treffsicher und beständig aktuell.

Wolfgang Staudte lehnte die Auszeichnung mit dem Bundesfilmpreis 1960 ab. Walter Giller hingegen nahm sein Filmband in Silber als bester Hauptdarsteller ebenso an wie Georg Hurdalek das seine für das beste Drehbuch.

Weitere Preise:
XII. IFF Karlovy Vary 1960: 1. Hauptpreis der internationalen Jury
XI. Festival der Werktätigen Karlovy Vary 1960: Regiepreis an Wolfgang Staudte
Erhältlich:
VHS