Der ewige Jude ist ein nationalsozialistischer Propagandafilm mit unverhüllt antisemitischer Intention. Der Film kam nach dem ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs im September 1940 in die deutschen Kinos. Er wurde unter der Regie von Fritz Hippler gedreht, wobei Hitler und Goebbels starken Einfluss auf dessen Form und Inhalt genommen hatten. Mit diesem Film sollte die deutsche Öffentlichkeit auf die anlaufende sogenannte Endlösung der Judenfrage (Holocaust) eingestimmt werden.
Dem als Kompilationsfilm im Stile eines Dokumentarfilms produzierten Film ging der ebenfalls antisemitisch motivierte Spielfilm „Jud Süß“ von Veit Harlan voraus. Dieser sollte entsprechende Ressentiments gegen die Juden als vorgeblich schädliche „Rasse“ beim Publikum wecken – Ressentiments, die durch den Film „Der ewige Jude“ mit scheinbar dokumentarischem Charakter untermauert werden sollten.
Der Film lässt sich grob in vier Themengebiete unterteilen:
1. Aufnahmen aus polnischen Ghettos
2. Aufzählung und Beurteilung zahlreicher politischer, kultureller und gesellschaftlicher Größen der internationalen Bühne mit jüdischer Herkunft
3. Religiöse Zeremonien, Religionsunterricht, Gottesdienst, Schächtung
4. Reichstagsrede Adolf Hitlers, paradierende SA-Männer