Hearts and Minds

Originaltitel:
Hearts and Minds
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
112 min. , Farbe
Uraufführung:
F: May 1974, Cannes Film Festival
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Der Film zeigt die Geschichte des Vietnamkriegs und die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Konflikt von beiden Seiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage, dass amerikanischer Rassismus und selbstgerechter Militarismus dazubeigetragen haben, den blutigen Konflikt unnötig zu verlängern. Für die Zeit seines Erscheinens untypisch räumt der Film den Vietnamesen außergewöhnlich viel Platz ein. Er stellt ihre Sicht und Erlebnisse ausführlich dar und beschreibt, wie der Krieg ihr Leben beeinflusst hat, wofür sie kämpfen und gibt ihnen damit wieder ein menschliches Gesicht, dass ihnen von der offiziellen US-Propaganda lange vorenthalten worden war.
Literatur:
David Grosser. „‘We Aren’t Wrong Side, We Are the Wrong Side’. Peter Davis targets (American) hearts and minds“. In: Linda Dittmar/ Gene Michaud (Eds.). From Hanoi to Hollywood. The Vietnam war in American Film. New Brunswick: Rutgers UP, 1990, 269-283.
Bemerkungen:
„Hearts and Minds“ gewann 1975 einen "Oscar" für den besten Dokumentarfilm. Statt einer Dankesrede verlas Co-Produzent Bert Schneider eine Stellungnahme der vietnamesischen Übergangsregierung. Nachdem er gesprochen hatte, bat Frank Sinatra um Entschuldigung für diesen Auftritt, indem er seinerseits ein von Bob Hope verfasstes Statement verlas.

Der Titel geht vermutlich auf eine Rede von Präsident Lyndon B. Johnson zurück, auf die Frage nach einem Ende des Vietnamkriegs gesagt hatte: „The ultimate victory will depend on the hearts and the minds of the people who live there“ (Der endgültige Sieg wird davon abhängen, die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen, die dort leben).

Ausführlicher Artikel von Heather McIntosh (englisch) bei:
http://www.realityfilm.com/reviews/heartsandminds.php
Erhältlich:
VHS NTSC, DVD