Die bescheidene, schweigsame und arbeitsame junge Marta Emrich, die in kleinbürgerlichem Besitzdenken aufgewachsen ist, gerät 1945 in die Situation, wider Willen einem antifaschistischen Flüchtling das Leben zu retten. Zunächst beherbergt sie ihn in ihrem Haus, später in der Stunde der größten Gefahr versteckt sie ihn in einem angrenzenden See. Mit der Erfahrung dieser Tat, die keinem bekannt wird, sprengt sie nach der Befreiung die Grenzen ihrer bisherigen Lebensweise und läßt dabei den Mann, der diese Entwicklung bei ihr einleitete, selbst aber später versagte, weit hinter sich zurück.