Zghwardze

Originaltitel:
Zghwardze
Weitere Titel:
(An der Grenze), On the Borderline
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
76 min. , Farbe
Uraufführung:
CH: August 1993, Locarno Film Festival
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Während sein Land im Kaukasus am Rande des Bürgerkriegs steht, durchlebt der Physiker Niko eine Lebenskrise. Er verlässt seine Frau, um mit seiner Geliebten ein neues Leben anzufangen. Als er mit ihr die Stadt verlassen will, wird er mehrfach von den beiden Bürgerkriegsparteien kontrolliert. Schließlich lässt Niko seine Geliebte mit dem Zug davon fahren und kehrt allein in die Stadt zurück. Er wird wieder von einer der Bürgerkriegsgruppen angehalten und bekommt ein Gewehr in die Hand gedrückt, um einige Minuten Wache zu halten. Als die Männer zurückkehren, beginnt Niko auf sie zu schießen.

In seinem unprätentiös erzählenden ersten Spielfilm "An der Grenze" zeigt der teilweise in Deutschland arbeitende georgische Regisseur Dito Tsintsadze beispielhaft, wie sich das Leben in vielen Staaten der zerfallenen Sowjetunion entwickelt hat. Er schildert ein Land und seine Menschen im permanenten Ausnahmezustand, wobei die persönliche Krise des Helden den Zustand der Gesellschaft widerspiegelt. Der Kritiker Andrej Plachow wies sehr treffend auf die Verbindungslinien zum italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni (in der Darstellung der menschlichen Beziehungen) und zum Roman "Der Fremde" von Albert Camus hin. Für "An der Grenze" erhielt Dito Tsintsadze 1993 den Silbernen Leoparden in Locarno.
Krieg:
Literatur:
Bemerkungen:
Gewann 1993 den "Silbernen Leopard" beim Locarno International Film Festival.
Erhältlich: