LoC Kargil

Originaltitel:
LoC Kargil
Weitere Titel:
Line of Control, L.O.C.
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
247 min. , Farbe
Uraufführung:
Dezember 2003
Literarische Vorlage:
Regie:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
24 Soldaten einer indischen Einheit kämpfen 1999 im Distrikt Kargil in der Himalayaregion Kaschmir gegen die Pakistanis. Die auf von Indien besetztes Gebiet vorgedrungenen Pakistanis verschanzen sich auf den Gipfeln. Trotz ihrer strategisch ungünstigen Position und trotz Schnee, Eis und dünner Höhenluft nehmen die indischen Soldaten schließlich unter grossen Verlusten die besetzten Höhen ein.
Schlagworte:
Literatur:
Bemerkungen:
Im April 1999 waren pakistanische Soldaten zunächst unbemerkt in den von Indien besetzten Teil Kaschmirs eingedrungen. Mehr als 1000 Menschen verloren in den darauffolgenden fünf Monaten Krieg an der Kontrolllinie „Line of Control“ (LoC) ihr Leben. Indien ging zwar aus diesem Grenzkonflikt mit Pakistan siegreich hervor, das Trauma vom möglichen Verlust Kaschmirs jedoch blieb.

Aufgrund seiner sehr patriotischen Darstellung des Konflikt warfen Kritiker Regisseur Dutta vor, er habe mit diesem nationalen Trauma lediglich Kasse machen wollen. Ein Vorwurf den Dutta mit Hinweis zu entkräften suchte, er zeige Menschen diesseits und jenseits der Grenze. Nicht um indischen Patriotismus gehe es ihm, sondern um das Bild eines sinnlosen Bruderkampfs. Die Tapferkeit und der Mut der Soldaten stünden im Vordergrund seines Film, das sei nicht anti-pakistanisch.

Der 75 Millionen Euro teure Kriegsstreifen erscheint in einer Zeit, in der sich die beiden Atommächte auf politischer Ebene langsam wieder annähern. Der Flugverkehr zwischen den Nachbarn, der nach einem Anschlag auf das indische Parlament in Neu Delhi im Dezember 2001 unterbrochen wurde, besteht seit dem 1. Januar 2004 wieder. Seit dem 15. Januar 2004 rollt auch der „Samjhauta“-Express - der „Konsenszug“ - wieder.

Nicht inhaltliche sondern rein technische Erwägungen führten zu einer Kürzung des Films um eine halbe Stunde. Indische Kinobesitzer hatten sich beschwert, dass sie wegen der Überlänge nur zwei statt drei Shows an einem Abend zeigen konnten. Der Schere zum Opfer fielen der Song „Pyar Bhara Geet“ sowie einige Einstellungen, in denen die Soldaten mit ihren Angehörigen zu Hause telefonieren.

Die Dreharbeiten in den Höhen von Leh-Laddakh dauerten zwei Monate. Zwei Techniker kamen dabei ums Leben.

Wie alle Bollywood-Filme enthält auch „LoC“ mehrere Songs, von denen „Main Kahin Bhi Rahoon“ mit 13 Minuten der Längste ist.

Website: http://www.lockargil.com/
Erhältlich:
DVD