Der Kurzfilm "War is Over!" erzählt auf einfühlsame Weise von den universellen Themen Menschlichkeit und Frieden, die auch im Kontext des Ersten Weltkriegs von großer Bedeutung sind. Es ist bemerkenswert, dass zwei Soldaten gegnerischer Armeen ein ungewöhnliches Ritual pflegen: Sie spielen ein Schachspiel, ohne sich jemals persönlich begegnet zu sein. Die Züge werden auf eine mutige Brieftaube übertragen, die das Schachfeld zwischen den Schützengräben überquert.
Als einer der Soldaten kurz davor ist, seinen letzten und siegbringenden Schachzug abzuschicken, wird er von seinem Vorgesetzten überrascht. Der Vorgesetzte ist über die Situation sehr verärgert und stößt das Schachbrett um. Er nimmt der Taube die Nachricht ab und ersetzt sie durch eine Mitteilung an das Oberkommando. In der Folge kommt es zu einem Gefecht zwischen den beiden Armeen, wobei sich die beiden Schachspieler erstmals während der heftigen Kämpfe gegenüberstehen. Während sie miteinander ringen, fallen die Zettel mit den Schachzügen aus der Brusttasche eines der Soldaten. In diesem Moment erkennen sie einander als Spielpartner und legen ihren Kampf nieder, da sie nicht mehr bereit sind, gegeneinander anzutreten.
Schließlich fliegt die Taube erneut über das Schlachtfeld, doch bevor sie ihr Ziel erreichen kann, wird sie von einem Geschoss getroffen und stirbt. Dennoch überbringt sie den Soldaten eine letzte Nachricht: Der Krieg ist vorbei. Diese Worte sind der finale Moment in einem Film, der die tief verwurzelte Sehnsucht nach Frieden und Menschlichkeit selbst im Angesicht des Krieges zeigt.