Wenn Besatzer und feindliche Armeen ein Land verlassen hinterlassen sie Tote und Verwüstung, aber oftmals auch Kinder. Bis heute suchen unzählige dieser Besatzerkinder nach ihren Vätern. Aber es gab auch Frauen in Uniform, die Kinder zurückgelassen haben. So auch die junge deutsche Heerangestellte Renate Schodder, die 1944 in Paris von einem französischen Offizier schwanger wurde. Ihren Sohn Thomas brachte sie heimlich zur Welt und gab ihn zur Adoption frei. Doch der Vater des Kindes wollte es behalten und rang mit den deutschen Behörden um das Sorgerecht. In Briefen an Renate bat er sie immer wieder nach Paris zu kommen, da er sie liebte und mit ihr leben wollte. Aber Renate heiratete 1947 einen Deutschen und bekam noch einen Sohn. Thomas wuchs bei seinem französischen Vater auf.
1996 entdeckte Renates zweiter Sohn Dieter nach ihrem Tod Briefe und Dokumente, durch die er von seinem Halbbruder erfuhr. Es dauerte lange bis Dieter den Schock dieser Entdeckung überwinden kann, doch schließlich machte er sich auf die Suche nach seinem Halbbruder.