Jean Moulin

Originaltitel:
Jean Moulin
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
90 min.+110 min. , Farbe
Uraufführung:
Literarische Vorlage:
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Zweiteiliger Fernsehfilm über das Leben von Jean Moulin, vom Beginn der Besetzung Frankreichs im Juni 1940 bis zu seiner Verhaftung durch Klaus Barbie in Caluire im Juni 1943.
Der erste Teil beginnt im Juni 1940 wenige Stunden vor dem Einmarsch der Deutschen in Chartres. Jean Moulin, Präfekt des Departements, bemüht sich die Bevölkerung zu beruhigen. Er versucht, Geschäfte wieder zu öffnen, die Versorgung der Verwundeten zu organisieren, Bekanntmachungen herauszugeben. Als die Deutschen eintreffen, begegnet er ihnen zwar abweisend kühl, stellt sich aber zur Verfügung. Als man ihm jedoch eine Erklärung vorlegt, in der senegalesische Soldaten der französischen Armee beschuldigt werden Zivilisten misshandelt zu haben, weigert er sich zu unterzeichnen. Daraufhin wird er geschlagen und ins Gefängnis gesteckt. Da er glaubt, einer weiteren Folter nicht widerstehen zu können, versucht er sich die Kehle durchzuschneiden, wird jedoch gerettet. Zurück auf seinem Posten führt er in den nächsten fünf Monaten die Anweisungen aus Vichy aus, voller Verachtung für die Kollaborateure aber zuverlässich. Schließlich enthebt man ihn seines Amtes, entgegen den Willen der deutschen Besatzer, die den engagierten Prefekten gerne behalten hätten. Moulin reist nach Paris. Er reaktiviert seine alten Kontakte aus den Zeiten als er im Auftrag von Luftfahrtminister Pierre Cot gegen das Waffenembargo gegen Spanien verstieß und Flugzeuge an die Repulikaner lieferte.
Hier trifft er auch Gilberte wieder, die Frau seines Lebens, die er zwar mehr liebt als alles andere, die er aber dennoch opfert, weil er ihr nicht das bieten kann, was sie von ihm erwartet: die Liebe und die Sicherheit.
Er durchquert Frankreich um zwischen den einzelnen Gruppe des Widerstands Kontakte herzustellen.
Der zweite Teil beginnt im Januar 1942. Moulin springt mit dem Fallschirm über Frankreich ab. Er ist mittlerweile persönllicher Repräsentant von General de Gaulle und damit beauftragt, die verschiedenen Gruppen des Widerstands zu vereinen. Dies kann er nur mit Hilfe eines Doppellebens bewerkstelligen: in Eygalières spielt er einen Prefekten, der zum Abruf bereit im Haus seiner Familie auf neue Anweisungen wartet, überall sonst ist er geheime Chef. In Marseille, Lyon und Paris trifft er sich mit den Führern der Resistence. Und er hat gute Argumente sich ihnen aufzudrängen: nur er allein kann sie mit den Waffen und dem Geld versorgen, die sie so dringend benötigen. Schnell kommt es zur Auseinandersetzung. Man wirft ihm vor, er wolle die Identität der einzelnen Bewegungen der Allmacht de Gaulle opfern, den alten Parteien wieder zur Macht verhelfen und sich wie ein Zentral-Prefekt aufführen. Zu guter letzt bietet ihm Vichy sogar an, ihn wieder einzustellen - was er ablehnt. In den folgenden Monaten wird Jean Moulin im mehr zu Max, später zu Rex, und gleitet immer tiefer in den Untergrund. Er sucht sich eine Tarnung, die es ihm erlaubt eine alte Leidenschaft zu pflegen: die Malerei.
Doch ohne dass er es bemerkt, schließt sich die Falle. Klaus Barbie, Gestapo-Chef in Lyon, ist ihm durch die Hilfe rechtsgerichteter Franzosen auf der Spur.
Die Resistence gerät zusehens unter Druck, immer mehr Mitglieder werden verhaftet. Doch obwohl seine Freunde der Reihe nach verhaftet werden, macht Moulin unbeirrt weiter. Am 9. Juni 1943 wird General Delestraint, Chef der „Armée Secrète“ in Paris verhaftet. Um einen Nachfolger für ihn zu finden, ruft Moulin für den 21. Juni 1943 eine Versammlung in Caluire ein, bei der auch er selbst verhaftet wird.
Literatur:
Jean Moulin (Max). Premier combat; préf. du Général de Gaulle. Paris: Édition de Minuit, 1988, 169 p.
Bemerkungen:
Dies ist keine filmische Biographie. Die Macher weisen gleich zu Beginn darauf hin, dass dieser Film ein „oeuvre de fiction“, ein fiktionales Werk ist. Sie haben sowohl tatsächliche als auch erfundene Ereignisse und Personen in Szene gesetzt und zu keiner Zeit den Anspruch verfolgt, die historische Wahrheit darzustellen.

Eine Produktion von ARTE France, France 2 und Scarlett Productions.
Erhältlich: