Flandern war eine der am härtesten umkämpften Regionen im Ersten Weltkrieg. Deutsche, französische und britische Truppen lieferten sich entlang der Flandernfront einen erbitterten Stellungskrieg. Hunderttausende von Soldaten verloren ihr Leben. Hier fand der Höhepunkt des Konflikts zwischen den Mittelmächten und den Aliierten statt.
Bei den Ausgrabungen für den Bau einer Autobahn in der Nähe der belgischen Stadt Ypern finden Archäologen und Historiker Spuren des Krieges. In dieser Region entstanden die ersten Schützengräben, die im Kriegsverlauf zu einem Grabensystem von über 800 km Länge ausgebaut wurden. Das Leben in diesen Gräben war grausam. Die Soldaten lebten zwischen Ratten und Ungeziefer, immer in Erwartung eines Angriffs.