Polen im Herbst 1942: Um dem Genozid zu entkommen, schickt ein jüdischer Arzt seine beiden Töchter, 18 und 20 Jahre alt, als Zwangsarbeiterinnen nach Deutschland - in die "Höhle des Löwen". Katarzyna und Elzbieta nennen sie sich zu Anfang, aber immer wieder müssen sie neue Identitäten annehmen, um ihre jüdische Herkunft zu verbergen. Die Flucht führt über das Arbeitslager einer Maschinenfabrik im Ruhrgebiet zu Weinbauern am Rhein und endet nach weiteren Stationen auf einem Rheindampfer kurz vor der Schweizer Grenze. Während die eine Schwester hellen Teint und blonde Haare hat, also "arisch" aussieht, empfindet die ältere ihre dunklen Haare zunehmend als Last - zu schnell erkennt man in ihr die Jüdin. In einer Zeit ständiger Todesgefahr gerät auch das schwesterliche Zusammengehörigkeitsgefühl ins Wanken.