Ararat

Originaltitel:
Ararat
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
126 min. , Farbe
Uraufführung:
F: 20 May 2002, Cannes Film Festival
Literarische Vorlage:
Kamera:
Schnitt:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Edward Saroyan, ein alternder Filmemacher armenischer Herkunft, will in Toronto einen Film über die Belagerung von Wan drehen. Bei diesem historischen Ereignis 1915 erzwangen einfallende osmanische Truppen die Evakuierung armenischer Dörfer, was zu einem Genozid an der armenischen Bevölkerung führte.
Der 21-jährige Raffi, ebenfalls armenischer Abstammung, ist mit der Aufgabe Landschaftsaufnahmen zu machen in die Türkei geschickt worden. Seine Mutter Ani, eine Schriftstellerin und Historikerin, ist ebenfalls als Beraterin in dem Projekt tätig. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist schwierig seit Raffi sich mit Celia, Anis Tochter aus zweiter Ehe trifft, die Ani die Schuld für den Selbstmord ihres Vaters gibt. Anis erster Ehemann, Raffis Vater, kam bei einem versuchten Anschlag auf einen türkischen Botschaftsangestellten ums Leben.
Als Raffi mit dem Filmmaterial wieder nach Kanada einreisen will, wird er von dem Zollbeamten David festgehalten. Während des Verhörs erzählt Raffi die Geschichte des genozids. Doch auch David hat eine eigene Verbindung zu Saroyans Film. Er versucht mit der Homosexualität seines Sohnes Philip zurecht zu kommen, dessen Geliebter Ali den Bösewicht in dem Film darstellt.
Saroyan und Ani diskutieren immer wieder darüber, ob man den schrecklichen Völkermord überhaupt als Kinofilm darstellen sollte und am Ende verzichtet Saroyan auf eine naturalistische Nachstellung der Ereignisse.
Schlagworte:
Literatur:
Rolf Hosfeld. Operation Nemesis. Die Türkei, Deutschland und der Völkermord an den Armeniern. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2005.

Nicolas Monceau. "La Turquie contre « Ararat », le film qui raconte le génocide arménien". In: Le Monde, 7 February 2002, 1.
Bemerkungen:
Homepage: http://serendipitypoint.com/ararat/frameset.asp

Wurde in Kanada gedreht.
Erhältlich:
VHS NTSC, DVD, CD