Aufstieg zur Macht und brutale Ermordung von Patrice Lumumba, dem ersten Premierminister der jungen unabhängigen Republik Kongo. Der frühere Postangestellte, Bierverkäufer und talentierte Volksredner glaubte zutiefst daran, dass sein Heimatland eine blühende Nation werden könne, wenn sie erst einmal aus belgischer Kolonialherrschaft entlassen werde. Seit Mitte der 50er Jahre war Lumumba politisch aktiv und Gründungsmitglied des „Mouvement National Congolais“ (MNC).
Durch sein Bemühen die Machtübergabe friedlich zu bewerkstelligen, macht er sich in fast alle politischen Lagern eine Reihe Feinden. Militante Verfechter der Unabhängigkeit fordern, dass weisse Offiziere umgehend aus der kongolesischen Armee entlassen werden, während Übergriffe auf belgische Kolonialisten eine Revolte unter den weissen Siedlern auslösen. Ein Konflikt, der in einem blutigen Bürgerkrieg endet.
Lumumba sieht sich gefangen zwischen geschäftlichen wie politischen Interessen aus Belgien, den USA, der internationalen Gemeinschaft und seiner eigenen Verwaltung. Nach nur zwei Monaten im Amt wird er gefangen genommen, verhaftet, gefoltert und schließlich unter ungeklärten Umständen ermordet. Sein Körper zerstückelt und in Säure aufgelöst.