Lumumba

Originaltitel:
Lumumba
Weitere Titel:
Lumumba, retour au Congo
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
115 min. , Farbe
Uraufführung:
14 May 2000, Cannes Film Festival
Literarische Vorlage:
Regie:
Produzent:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Aufstieg zur Macht und brutale Ermordung von Patrice Lumumba, dem ersten Premierminister der jungen unabhängigen Republik Kongo. Der frühere Postangestellte, Bierverkäufer und talentierte Volksredner glaubte zutiefst daran, dass sein Heimatland eine blühende Nation werden könne, wenn sie erst einmal aus belgischer Kolonialherrschaft entlassen werde. Seit Mitte der 50er Jahre war Lumumba politisch aktiv und Gründungsmitglied des „Mouvement National Congolais“ (MNC).
Durch sein Bemühen die Machtübergabe friedlich zu bewerkstelligen, macht er sich in fast alle politischen Lagern eine Reihe Feinden. Militante Verfechter der Unabhängigkeit fordern, dass weisse Offiziere umgehend aus der kongolesischen Armee entlassen werden, während Übergriffe auf belgische Kolonialisten eine Revolte unter den weissen Siedlern auslösen. Ein Konflikt, der in einem blutigen Bürgerkrieg endet.
Lumumba sieht sich gefangen zwischen geschäftlichen wie politischen Interessen aus Belgien, den USA, der internationalen Gemeinschaft und seiner eigenen Verwaltung. Nach nur zwei Monaten im Amt wird er gefangen genommen, verhaftet, gefoltert und schließlich unter ungeklärten Umständen ermordet. Sein Körper zerstückelt und in Säure aufgelöst.
Literatur:
Bemerkungen:
Regisseur Peck über seinen Film: „Dies ist keine Adaption, der Film will historisch wahr sein. ... Ich habe unzählige Berichte und Zeugenaussage gesichtet, Tonnen von Büchern und Artikeln durchgearbeitet, die sich häufig widersprachen oder sich gegenseitig ausschlossen. Eine Art riesige Kompilation, die von mir und den Meinen gesprochen hätte, ohne dass ich mich dort hätte wiederkennen können und die mich deshalb zwang, die Geschichte aus der Sicht der anderen zu betrachten“. - „In diesem Film gibt es nichts Falsches, sei es historisch oder politisch. Nichts ist erfunden!“

In den USA ist der Film angeblich zensiert. Auf Betreiben von Frank Carlucci, Vorstand der Carlyle Gruppe, einem weltweit operiereden Waffenproduzenten. Carlucci sei CIA Agent in Kinshasa gewesen, der den Auftrag gehabt habe, Lumumba zu vergiften.

Es ist der zweite Film Pecks über Lumumba: 1991 hatte er den Dokumentarfilm „Lumumba, la mort d’un prophète“ (Lumumba, Tod eines Propheten) gedreht.
Erhältlich:
VHS NTSC, DVD, CD