Het verdriet van België

Originaltitel:
Het verdriet van België
Weitere Titel:
Der Kummer von Flandern, The Sorrow of Belgium, Le chagrin des Belges
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
3 x 90 min. , Farbe
Uraufführung:
F: 21 December 1995
Literarische Vorlage:
Hugo Claus. Het verdriet van België. Amsterdam: De bezige bij /Antwerpen: Contact, 1983.
Buch:
Musik:
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
Flandern 1939: Während ganz Europa angesichts des bevorstehenden Kriegs den Atem anhält, unternimmt Staf Seyneave eine Dienstreise nach Deutschland und kauft bei dieser Gelegenheit ein Geschenk für seinen Sohn Louis: eine Puppe, die aussieht wie ein Hitlerjunge und einen Arm zum Hitlergruß heben kann. Seine Frau Constance sieht dieses Geschenk nicht gerne, zumal sich Gerüchte halten, dass sie mit den Deutschen sympathisieren. Das Schuljahr hat gerade wieder begonnen. Als der Krieg ausbricht, holt Constance ihren Sohn aus dem Internat ab. Louis verabschiedet sich von seinem Freund Vlieghe.

Staf erfährt, dass er auf der Liste jener Leute steht, die als sicherheitsgefährdend für den Staat gelten. Bald ist er gezwungen zu fliehen, weil die mit den Deutschen sympathisierenden Flamen gesucht werden. Er lässt Louis zurück, um Constance zu beschützen und flieht nach Frankreich. Als schließlich die Deutschen einmarschieren, wird Louis zunächst begeistertes Mitglied der nationalsozialistischen Jugendbewegung Flandern, löst sich davon aber bald wieder. Aus Frankreich zurückgekehrt, muss Staf seine Druckerei schließen. Da er kein Mitglied der pro-deutschen Partei ist, hat er kein Recht mehr auf Papierzuteilung. Sein Vater, der ehemalige katholische Schulrat, hat dem Erzbischof versprochen, dass weder er noch sein Sohn einer anti-belgischen Partei beitreten würden.
Durch eine Bombe wird Louis Internat zerstört. Staf und Louis machen sich nachts auf nach Brüssel zu Madame Laura. In ihrem Haus, das von Kollaborateuren bewacht wird, entdecken sie ein Zimmer, in dem sich Bücher über entartete Kunst stapeln. Louis ist sehr beeindruckt.

Landung der Alliierten in der Normandie. Belgien ist befreit, und die Jagd auf die Kollaborateure hat begonnen. Wieder muss Staf flüchten. Später erfährt die Familie, dass Staf zu unvorsichtig war. Er wurde gefangengenommen und eingesperrt. Der Großvater stirbt. Louis entdeckt, das die Constance unter Tränen heimlich deutsches Radio hört, vor allem die Listen der vermissten deutschen Soldaten. Ohne weitere Erklärung wird Staf freigelassen. Im Namen aller Flamen entschuldigt er sich bei den Amerikanern für alles, was geschehen ist.
Literatur:
Bemerkungen:
Dreiteilige Mini Fernsehserie.
Erhältlich: