Shake Hands with the Devil - The Journey of Roméo Dallaire

Originaltitel:
Shake Hands with the Devil - The Journey of Roméo Dallaire
Produktionsland / Jahr:
Originallänge:
91 min. , Farbe
Uraufführung:
12 September 2004, Toronto Film Festival
Literarische Vorlage:
Roméo Dallaire. Shake Hands with the Devil. The Failure of Humanity in Rwanda. Toronto: Randomhouse, 2003.
Buch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Darsteller (Rolle):
Weitere Personen:
Zusammenfassung:
1994 ermordeten Hutus in nur 100 Tagen etwa 800000 Tutsi. Der kanadische Generalleutnant Roméo Dallaire war damlas Kommandeur der UN-Truppen im Land.
Während der Genocide begann, bleib die restliche Welt seltsam unbeteiligt. Botschaften wurden evakuiert, multinationale Konzerne holten ihre Mitarbeiter heim. Die einzige internationale Präsenz war Dallaires kleine Truppe - die allerdings durch die Weigerung oder Unfähigkeit ihrere Vorgesetzten zur Untätigkeit verdammt war.
Trotz aller Aufforderungen ebenfalls das Land zu verlassen, bestand Dallaire darauf zu bleiben. Nach einem Jahrzehnt des Schweigens veröffentlichte Dellaire 2004 sein Buch „Shake Hands with the Devil. The Failure of Humanity in Rwanda“. Anfang desselben Jahres kehrte er zum ersten Mal wieder nach Ruanda zurück. Diesen Besuch hat Regisseur Peter Raymont begleitet.

Der Film ruft die Fakten der Katastrophe mit all ihren schrecklichen Details wieder ins Gedächtnis: die unterbesetzte UN-Truppe, die einander widersprechenden Agendas der beteiligten Länder (von denen viele nur ihre eigenen Landsleute retteten), die Unerfahrenheit der Peacekeeper, die die Bedrohung nicht erkannten (brutale Agitatoren wurden als Clowns abgetan), und die mangelnde Stärke und Voraussicht der UN (Dallaire hätte einen großen Teil des Massakers verhindern können, wenn er die Erlaubnis bekommen hätte, ein Waffenlager anzugreifen).

Raymont interviewt eine Reihe von Diplomaten und Zeugen, darunter UN Sondergesandter Stephan Lewis und den BBC reporter Mark Doyle, letzerer bietet eine der bezeichnendsten Erklärungen an, wenn er erzählt, dass die TV-Sender sich mehr um den O.J. Simpson Fall gekümmert hätten als um den Völkermord in Afrika. Im Mittelpunkt steht aber Dellaire, der sich seine Unfähigkeit, dass Morden nicht verhindert zu haben, nicht verzeihen kann. Manche meinen, er gehe zu hart mit sich ins Gericht, doch es ist gerade Dellaire Weigerung diese Verantwortung wegzuschieben, die an diesem Mann fasziniert.
Literatur:
Roméo Dallaire. Shake hands with the devil. The failure of humanity in Rwanda. New York: Carroll & Graf, 2005.
Bemerkungen:
Homepage:
http://www.whitepinepictures.com/dallairesite/
Erhältlich: